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Was bringt Bitcoin?

Sind Bitcoin und andere Kryptowährungen eine Konkurrenz für das traditionelle Währungs- und Zahlungssystem oder sind sie nur eine Spielerei für Computerfreaks und ein Tummelfeld für Spekulanten und dubiose Geldgeschäfte?

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Von sich reden gemacht hat Bitcoin im letzten Jahr durch die Entwicklung des Wechselkurses gegenüber den herkömmlichen Währungen. Mitte Dezember hatte der Kurs die 20'000 Franken-Schwelle erreicht. Vor Jahresende fiel er auf 12'000 zurück, zeigt aber wieder nach oben. Vor einem Jahr lag er noch bei ungefähr 900. Sogenannte Kryptowährungen wie Bitcoin sind umstritten und doch haben sie Fuss gefasst. An den Billettautomaten der SBB kann man Bitcoins beziehen und in der Stadt Zug können damit Gebühren bis zu 200 Franken beglichen werden.

Wie funktioniert eine Geldüberweisung mit Bitcoin?
Kurz erklärt, läuft eine Geldüberweisung mit Bitcoin bei einem Warenkauf so ab: Wenn Käufer und Verkäufer über ein Smartphone verfügen und auf dem Handy des Verkäufers eine Krypto-Wallet (zum Beispiel ein Bitcoin-Konto) installiert ist, kann der Käufer die Software starten und eine Zahlung senden, indem er den QR-Code auf dem Smartphone des Verkäufers scannt. Umgehend wird das Bitcoin-Konto des Käufers belastet und bei jenem des Verkäufers der Ware erfolgt eine Gutschrift. Die Transaktion wird auf ein «Peer-to-Peer»-Netzwerk auf der ganzen Welt gesendet. Sogenannte «Miner» suchen das Netzwerk laufend nach neuen Transaktionen ab. Mit Hilfe einer Software erstellen die «Miner» Blöcke (Blocks), die eine Liste validierter Transaktionen enthalten. Diese Blöcke werden in chronologischer Reihenfolge aneinandergereiht. Es entsteht so eine Kette – daher der Name «Blockchain». Nach ungefähr zehn Minuten ist jede Transaktion von allen Computern im Netzwerk bestätigt und damit dezentral gesichert.

«Miner» werden mit Bitcoins und Gebühren entschädigt
Alle Bitcoins sind als «Lohn» für das Überprüfen von Transaktionen durch «Miner» entstanden. Das Gesamtvolumen von Bitcoin ist auf 21 Millionen begrenzt. Auch die Transaktionsgebühr geht als «Belohnung» an den «Miner» des jeweiligen Blocks. Die Gebühr hat steigende Tendenz.

Die Redaktion des Kirchenboten hat einen Bankfachmann und einen Computerfreak gefragt, welche Chancen und Risiken sie in Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. sehen.


(Text: er, 23. Januar 2018, Bild: pixabay.com)



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