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Kirche

Kleiner, klerikaler, konstanter

Am 1. Juni 2018 beginnt die Amtszeit der neugewählten Synode 2018–2022. Die neue Synode ist um fünf Sitze kleiner, stellt mehr Pfarrpersonen und es gibt mit voraussichtlich 90 Bisherigen weniger Wechsel als vor vier Jahren.

Statt bisher 125 Sitze hat die Synode 2018 bis 2022 nur noch 120 Sitze. Einerseits wegen den Fusionen von sechs Kirchgemeinden zu den drei neuen Gemeinden Bussnang-Leutmerken, Lipperswil- Wäldi und Thunbachtal, andererseits weil die Kirchgemeinden Frauenfeld, Kreuzlingen und Märstetten aufgrund ihres Mitgliederbestands je ein Mandat weniger stellen können. Auch wenn bis Redaktionsschluss noch nicht alle Wahlresultate bestätigt sind – manche der 63 Kirchgemeinden müssen noch ihre Rekursfrist abwarten – kann jetzt schon gesagt werden: Es werden mehr Pfarrerinnen und Pfarrer in der Synode vertreten sein als nach der Wahl vor vier Jahren.

Aufruf des Kirchenrates hat gefruchtet
Mit Blick auf die konkrete Ausgestaltung des Zukunftskurses der Thurgauer Landeskirche hat der Kirchenrat den Kirchgemeinden empfohlen, mehr Ordinierte, also Pfarrpersonen und Diakone, in die neue Synode zu entsenden. Um die komplexen Aufgaben sinnvoll zu lösen, sei ethisch-theologisches Fachwissen gefragt. Der Aufruf des Kirchenrates hat gefruchtet. Waren bisher 19 Ordinierte mit einem Mandat in der Synode betraut, dürften es neu voraussichtlich 26 Ordinierte und eine Theologieprofessorin sein. Verfassungsgemäss dürfen Kirchgemeinden maximal eine ihrer Pfarrpersonen oder Diakone ins Kirchenparlament entsenden. Doch gilt diese Einschränkung nur für Ordinierte, die auch im Dienst dieser Gemeinde stehen, die sie in die Synode wählt. Weil zum Beispiel Pfarrerin Martina Brendler aus Kreuzlingen ihre Pfarramtsstelle nicht in ihrer Wohngemeinde, sondern teilzeitlich in Romanshorn bekleidet, stand es der Kreuzlinger Kirchbürgerschaft frei, sowohl Pfarrerin Brendler wie auch Diakon Hanspeter Rissi in die Synode abzuordnen. Das gilt analog auch für Frauenfeld mit der Wahl von Pfarrer Hansruedi Vetsch und Spitalseelsorger Pfarrer Markus Aeschlimann – Rekurs vorbehalten – und für Pfarrpersonen im Ruhestand.

Konstanz erleichtert Weichenstellung
Betraten vor vier Jahren rund ein Drittel der Gewählten kirchenparlamentarisches Neuland, so zeichnet sich die neue Synode mit voraussichtlich 30 Neuen und 90 Bisherigen durch eine hohe Konstanz aus. Alle Bisherigen waren am Entwicklungsprozess des landeskirchlichen Zukunftskurses mitbeteiligt, was die konkreten Schritte bei der Umsetzung erleichtern dürfte. Die neue Synode tagt erstmals am Montag, 25. Juni 2018. Traditionell findet die erste Sitzung nach der Gesamterneuerungswahl in der Kartause Ittingen statt. An dieser konstituierenden Sitzung wählt die Synode das Synodebüro mit Präsidium und Vizepräsidium, die GPK und weitere Kommissionen.

(Brunhilde Bergmann, 28. Mai 2018)


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