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Leben & Glauben

«Zusammen lachen»

Im Interview verrät Eva Hollenstein, was sie an der Tätigkeit im Cevi fasziniert. Und wie sie persönlich den Glauben lebt.

Eva Hollenstein


Alter:
 23
Wohnort: Wil
Beruf: Sozialdiakonin in Ausbildung
Kirchliches Engagement: Mitglied der Evangelischen Kirchgemeinde Wängi
Mitgliedschaften: Cevi Wängi
Hobbys: lesen, mich kreativ betätigen, tanzen, Cevi, Musik, wandern

Was gefällt Ihnen am Vereinsleben besonders?
Am meisten schätze ich im Cevi die Gemeinschaft mit den Kindern und den Leitenden. Zusammen lachen, austauschen, singen, den Wald erkunden, Rätsel lösen, im Glauben unterwegs sein und einen feinen Zvieri geniessen: Das gehört an einem Cevi-Nachmittag dazu.

Was könnte man verbessern in Ihren Vereinen?
Als Jugendorganisation sind wir immer wieder damit konfrontiert, dass ältere Leitende aufhören und Lücken hinterlassen. Immer wieder steigen jedoch Jungleitende ein, welche von Teilnehmenden zu Leitenden ausgebildet werden. Die Integration der neuen Leitenden ins Team könnten wir dabei noch verbessern.

Welchen Beitrag können Ihre Vereine für die Gesellschaft leisten?
Im Cevi vermitteln wir den Kindern nicht nur die Freude an der Natur von Gottes Schöpfung, sondern auch den Glauben an Gott. In Wängi sind wir als Verein sehr bekannt und haben das Vorrecht, mit vielen Kindern aus dem Dorf jeweils den Nachmittag zu verbringen.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?
In einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, wurde mir schon von klein auf der Glaube an Gott vermittelt. Später hatte ich dann den Wunsch, mehr über Gottes Wort zu erfahren und es mit anderen Menschen zu teilen. Ich leistete ein Praktikum beim Missionswerk kids-team und besuche zurzeit das Theologisch-Diakonische Seminar in Aarau, wo ich die Ausbildung zur Sozialdiakonin absolviere.

 

(24. April 2019, Interview: Pascal Häderli)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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