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Spiritualität

Mit Zwingli pilgern

Pilgern als Sinnbild für den inneren Weg: Die Pilgertage mit Regina Pauli auf den Spuren Zwinglis sollen helfen, eine Brücke zwischen damaligen Ereignissen, Gedanken zum eigenen Leben und dem heutigen Glauben zu schlagen.

Ausgerichtet «auf ein sinnendes Gehen» wird die Ex-Bodenseematrosin und im Thurgau wohnende Theologin Regina Pauli zwischen dem 30. Mai und 2. Juni 2019 zu Lebensstationen Zwinglis führen. Jeder Tag beginnt mit einem liturgischen Einstieg. Start ist in Wildhaus, mit dem Geburtshaus Zwinglis und einer Zwingli-Ausstellung. Die Tage seien weniger eine historische Wanderung mit vielen Informationen, erklärt die zertifizierte Pilgerbegleiterin. «Wir erleben das Unterwegssein ganz praktisch.» Die fröhliche Gemeinschaft sowie der Austausch und das Erleben der Natur gehören selbstverständlich zum Pilgern. Zur Zeit Zwinglis meint sie: «Damals war es der Zeitpunkt, in Gesellschaft und Kirche Neues werden zu lassen. Veränderungen drängten sich auf. Ein frischer Weg zu einem lebendigen Glauben, verändertem Gottesbild und anderem Handeln im gesellschaftlichen Umgang fand seinen Anfang.»

«Meine Liebe zur Schrift»
Selber noch im Toggenburg unterwegs, wird sich die Pilgergruppe am zweiten Tag mit Anstössen aus Zwinglis Studienjahren in Bern, Wien und Basel beschäftigen. Wie entwickelte sich Zwinglis «Liebe zur Schrift»? Im Input, im Austausch und in Zeiten, während derer die Pilgernden für sich selber Inneres in Bewegung kommen lassen können, wird auch der eigenen «Liebe zur Schrift» nachgegangen. Die Kantonswechsel bewältigt die Pilgergruppe nicht auf einem Karren wie im Zwinglifilm, sondern mit der Eisenbahn. Auf dem Fridolinweg von Näfels bis Glarus werden keine Söldner mit der Gruppe marschieren, wie es zur Zeit Zwinglis hätte der Fall sein können. In Glarus lernte der junge Pfarrer Zwingli, das Neue Testament in seiner griechischen Ursprache zu lesen. Hier war er auch Feldprediger und mischte sich in die Politik ein. Regina Pauli ist als Coach und Erwachsenenbildnerin die Beschäftigung mit schwierigen Themen gewohnt.

Ein Stück Jakobsweg
Der letzte Tag führt über ein Stück Jakobsweg von Pfäffikon nach Einsiedeln. Was Zwingli in seiner Pfarrstelle in Einsiedeln in der Volksfrömmigkeit sah, bewegte ihn dazu, gegen Wallfahrten und Ablass zu predigen. Fragen der Spiritualität und des Glaubens, der persönlichen Reformation werden die Pilger auf dieser letzten Etappe bewegen.


«Mit Zwingli neue Wege entdecken» – Pilgertage mit Regina Pauli: 30. Mai bis 2. Juni 2019, Wildhaus bis Einsiedeln. Infos und Anmeldung: www.tecum.ch


(dg, 30. April 2019)


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