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Gesellschaft

Woran möchte ich teilhaben?

Was erwarten Sie von sorgenden Gemeinschaften? Diese Frage hat Margrit Gentsch, Kirchenvorsteherin der Evangelischen Kirchgemeinde Bürglen, beantwortet.

«Laut dem Duden heisst Partizipation ‹Teilhaben›. Dieses Wort ist bei mir nach dem Impulsabend Diakonie zum Thema ‹Lebensqualität durch Nähe in Frauenfeld hängengeblieben. Die Frage ist: Woran möchte ich teilhaben? Natürlich an den Annehmlichkeiten dieser Welt. Und klar, an den Fortschritten der Technik und des Gesundheitswesens. Ich will aber auch partizipieren an der Natur, also der Schöpfung. Diese hält aber auch Ungeahntes, Unangenehmes und Unbequemes bereit. In einer Gesellschaft wie der unsrigen muss ich auch daran teilhaben. Das geht aber nur, wenn ich achtsam unterwegs bin und mich bemühe um Gerechtigkeit und um die Sorge für die Mitmenschen. Ich kann auf dem Partizipationspfad nicht allein unterwegs sein. Wir kennen ja das von der geteilten Freude und vom geteilten Leid! Also will ich in einer sorgenden Gemeinschaft mit ähnlich Denkenden unterwegs sein – völlig gleich müssen sie nicht sein, ich brauche vielleicht auch unkonventionelle Ideen, um einen spannenden Pfad zu gehen. Sorgende Gemeinschaften dürfen sich auch immer wieder hinterfragen, sich erneuern und am Netzwerk – zum Beispiel in der Gemeinde – arbeiten. Und was, wenn sich bei mir die Frage anschleicht, ob ich halt ein ‹Gutmensch› bin, dass ich mich um andere sorge? Dann sage ich mir, dass ich ja auch immer wieder spüre, dass andere sich um mich sorgen. Das ist bestimmt ein gutes Gefühl.»


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