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Kirche

Impulse setzen, Jugend fördern

Voneinander lernen! So lautet die Devise des Ressorts Kirche, Kind und Jugend der Evangelischen Landeskirche Thurgau. Es lanciert deshalb ein Impulsprogramm zur Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit in den Kirchgemeinden.

Das Ressortteam Kirche, Kind und Jugend (KKJ) hat unter der Leitung von Kirchenrätin Ruth Pfister ein Impulsprogramm erarbeitet, das im Juni für den Zeitraum von vorderhand drei Jahren lanciert wird, und das auf drei Säulen basiert: Erstens sollen jährlich unter dem Titel «Praxisimpulse» zwei Veranstaltungen organisiert werden, an denen gute Projekte aus Kirchgemeinden vorgestellt und Schritte für mögliche Kooperationen diskutiert werden. Zweitens bietet das KKJ-Team Impulsworkshops an: Mitarbeitende von Kirchgemeinden werden dabei auf kreative Art individuell begleitet und können Angebote entwickeln, die den örtlichen Bedürfnissen entsprechen. Mit dem dritten Element, dem jährlichen Impulspreis (siehe Kasten), sollen die Kirchgemeinden zusätzlich motiviert werden. Pfister will damit «ermutigen, etwas Neues zu wagen».

Erkenntnisse nutzen
Den Ausschlag gab unter anderem die Studie «Die Zukunft der Reformierten – Gesellschaftliche Megatrends – kirchliche Reaktionen»: Eine Erkenntnis darin laute, «dass wir gut daran täten, voneinander zu lernen und die besten Beispiele untereinander auszutauschen», so Pfister. Ebenso habe eine Studie rund um die Konfirmation aufgezeigt, «dass die Beheimatung in der Kirche schon früh beginnen muss, damit sie prägend und nachhaltig ist». In vielen Kirchgemeinden gebe es schon spannende Kinder- und Jugendprojekte, andere Gemeinden seien immer noch auf der Suche nach Angeboten, die zu ihnen passen. Zielpublikum für das Impulsprogramm seien Behördenmitglieder, Pfarrpersonen, Verantwortliche für Jugendarbeit und Familien- und Kinderangebote sowie alle interessierten freiwilligen Mitarbeitenden: «Je besser sich engagierte Menschen in den Gemeinden und darüber hinaus vernetzen, desto zielgruppengerechtere und zeitgemässere Angebote können sie entwickeln.»

Die Zielgruppen im Fokus
Damit das Impulsprogramm von Beginn weg genügend Wirkung entfaltet, hat das KKJ verschiedene Unterlagen erarbeitet. So ist eine dreiteilige Broschüren-Serie im praktischen Handyformat konzipiert worden, die auf verschiedene Zielgruppen fokussiert: Ein Prospekt vermittelt mit Kurzmeldungen Tipps für gelingende Kinder- und Jugendarbeit. Ein zweiter Informationsflyer kann in den verschiedenen kirchlichen Gefässen an Eltern oder Betreuende von Kindern abgegeben werden und zeigt auf, wie vielfältig das Angebot der Kirchgemeinden ist. Das dritte gefaltete Flugblatt zeigt Unterstützungsmöglichkeiten und Kontaktadressen seitens der Kantonalkirche auf. Interessant sind die an Veranstaltungen einsetzbaren grossen, flexiblen Plakatständer: Sie thematisieren beispielhaft mit Kurztexten und mit sympathischen Bildern Menschen, die in ihren Lebenssituationen offen sind für kirchliche Angebote. Damit hofft Ruth Pfister, in den Kirchgemeinden sensibilisieren zu können, um die Kinderund Jugendarbeit kantonsweit zu stärken.


Erster Praxisimpuls-Anlass: Kinderbibeltage, Samstag, 15. Juni, 9.15 bis 12.30 Uhr, evang. Kirchgemeindehaus, Weinfelden.


(23. Mai 2019, Roman Salzmann)

 

Impulspreis

Erfolgreiche Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit sollen Kreise ziehen. Deshalb lanciert die Evangelische Landeskirche Thurgau für ihre Kirchgemeinden und Arbeitsgruppen einen Impulspreis, der in den Jahren 2019, 2020 und 2021 verliehen wird. Jährlich werden maximal drei Preise zu je 1000 Franken vergeben. Projekte, die im Jahr 2019 lanciert werden, können ab sofort eingereicht werden – spätestens aber bis am 20. Januar 2020.

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