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Politik

Wort «missionarisch» kann Ängste wecken

Diakonin Monika Fuchs antwortet auf die Frage, ob Jugendlager missionarisch sein dürfen.

«Das Wort ‹missionarisch› stört mich, weil es wohl von vielen Menschen mit Bekehrung oder mit Beeinflussung, Druck und Manipulation in Verbindung gebracht wird. Für mich steht fest, dass bei Glaubensfragen und persönlichen Überzeugungen nie mit Druck gearbeitet werden darf. Mein Herz brennt dafür, dass Kinder und Jugendliche den christlichen Glauben auf natürliche Art kennenlernen, in der Gemeinschaft, durch das gemeinsame Spiel, durch ein gemeinsames Projekt oder einfach, indem sie als Gruppe gemeinsam unterwegs sind. Als Kirche brauchen wir die christliche Grundlage unserer Angebote nicht zu verstecken. Im Gegenteil: Das ist eine Bereicherung im Leben von Menschen – auch von Kindern und Jugendlichen.
Unsere Gemeinschaft gründet auf der Botschaft von Jesus Christus. Kinder und Jugendliche sollen sein Wirken und seine Botschaft kennenlernen. Ich sehe mich als Mensch, der sorgfältig Samen in die Herzen streut. Unsere Lager strahlen eine Atmosphäre von Fröhlichkeit, Nächstenliebe und Kreativität und Bewegung aus, auf der Basis des christlichen Glaubens.
Wie soll sich ein Jugendlicher heute orientieren, wenn er die wertvollen Grundlagen des Glaubens an Jesus Christus nicht kennenlernen kann? Was gibt es Wertvolleres, als diese Elemente begeistert weiterzugeben? Was der Jugendliche daraus macht, ist seine grosse persönliche Freiheit. Ich verstehe das als Kraft, egal in welcher Lebenslage und in welchem Alter sich ein Mensch bewegt.»


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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