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Blog direkt aus Sabah

Im November reisen Thurgauer Kirchenvertreterinnen und -vertreter nach Malaysia. Dort besuchen sie die Kirchen, die in den 1950er-Jahren vom Thurgauer Honegger aufgebaut wurden. Im Kirchenboten-Blog berichten sie laufend über ihre Erlebnisse.

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In den 1950er-Jahren wanderten Margrit und Heinrich Honegger mit der Basler Mission nach Sabah in Ost-Malaysia aus. Sie wurden von den Stammeshäuptlingen der Rungus, die ihre traditionelle Religion aufgeben wollten, gerufen. Zusammen mit seiner Frau baute Heinrich Honegger eine Kirche auf. Das Engagement begann vor allem mit der Alphabetisierung und einer Polyklinik.

Thurgau verbunden mit Sabah
Mit einer Begegnungsreise nach Sabah möchte der Kirchenrat die Verbundenheit wieder bewusst pflegen und aufleben lassen. Die Verbindung zu den Kirchen in Malaysia lasse Schweizer erkennen, wie der Glauben Menschen verschiedener Kulturen und Lebensweisen verbinden könne. Im Glauben sei man sich trotz vieler Unterschiede in ganz zentralen Werten sehr nahe, erzählt Samuel Kienast, Pfarrer in Frauenfeld. Er wird ebenfalls nach Sabah reisen. Die Verbundenheit mit Malaysia ermutige und helfe den Rungus in schwierigen Situationen. Eine besondere Verbindung zu Sabah hat Kirchenratspräsident Wilfried Bührer: «Nach seiner Rückkehr in die Schweiz war Heinrich Honegger Pfarrer im Thurgau. Als Kind habe ich bei ihm einen Teil des Unterrichts besucht und wusste darum schon früh, dass es irgendwo dieses Sabah gibt. Ich bin gespannt, wie es dort aussieht und wie es der Kirche geht. Es ist mir aber bewusst, dass sich in der Zeit seit Honeggers Wirken dort viel verändert hat.»

Schwesterngemeinden fördern
«Die Menschen in Sabah sollen für Menschen in unseren Kirchen ein Gesicht erhalten», sagt Kienast. Die Verbundenheit zu Ost-Malaysia soll nicht nur mit finanziellen Mitteln gefördert werden, sondern auch mit Gebeten und praktischer Unterstützung für den Alltag vor Ort. Weiter erhofft sich Kienast, dass die Reise einen positiven Beitrag zur kontroversen Diskussion rund um das Thema Mission leisten könnte.

Glauben ausüben
Die Christen in Sabah leben zunehmend unter Druck der islamischen Mehrheit, sagt Kienast. Es sei ihnen erlaubt, den Glauben auszuüben. Gleichzeitig sei ihnen als Christen der Zugang zu vielen Berufen, verantwortungsvollen Funktionen und Studiengängen verwehrt. Es sei ihnen auch verboten, ihren Glauben islamischen Mitmenschen weiterzugeben. Für Christen in Sabah sei der Glaube deshalb mit grossen Einschränkungen und Opfern verbunden. Dass sie trotzdem überzeugt vom christlichen Glauben sind, beeindruckt Kienast. Bührer erinnert sich gerne an Besuche aus den Kirchen von Sabah im Thurgau. Er versteht die Reise mit anderen Pfarrkollegen und Teilnehmenden denn auch als Zeichen der Wertschätzung: «Das dürfte in dieser Zeit, in der die dortige, noch junge Kirche zunehmend von der aggressiver werdenden islamischen Religionspolitik bedrängt wird, besonders wichtig sein.»

Begegnen und bloggen
Während der Reise nach Sabah will Samuel Kienast mit einem Blog Eindrückliches, Farbiges und Bereicherndes unmittelbar und direkt mit den Kirchenboten-Lesern teilen. «Ich hoffe es gelingt uns, Menschen mit Bild und Text zu porträtieren. Es soll für die Leser nachvollziehbar sein, was die Christen in Sabah beschäftigt, herausfordert, freut und was ihr Leben und ihren Glauben ausmacht. Genauso wollen wir aufzeigen, was uns auf der Begegnungsreise bereichert und herausfordert.» (Bettina Salzmann, 5. Oktober 2018)

 

Bildlegende: Timo Garthe, Fritz Dienten, Samuel Kienast, Hanni Bührer, Dirk Oesterhelt, Wilfried Bührer und Reiseleiter Alfred Hirt machen sich Anfang November auf zur Schwesterkirche in Sabah.


Nachfolgend finden Sie die Blog-Beiträge, mit denen die Reiseteilnehmenden von ihren Erlebnissen berichten. Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um von Ihren eigenen Erfahrungen mit Glaubensgeschwistern auf der ganzen Welt zu erzählen.



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