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1. August – worüber predigt «Helvetia»?

Der 1. August fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Er bringt den Schweizer Nationalfeiertag in Verbindung mit dem sonntäglichen Gottesdienst. Aus Anlass von 50 Jahren Frauenstimmrecht rufen kirchennahe Frauenorganisationen dazu auf, dass am 1. August Frauen predigen sollen.

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Mit der ökumenischen Aktion «Helvetia predigt!» rufen die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS), der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF), die Interessengemeinschaft Feministische Theologinnen und die Feministisch-theologische Zeitschrift Fama dazu auf, die Sonntagspredigt am 1. August 2021 Frauen zu übertragen. Mit der Frauenpredigt wollen sie daran erinnern, dass in der Schweiz vor 50 Jahren im Jahr 1971 das Frauenstimmrecht eingeführt wurde.

Famos: «Sichtbarkeit der Frauen hat sich verbessert»
Die Aktion «Helvetia predigt!» wird auch von Pfarrerin Rita Famos, Präsidentin des Rates der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS), unterstützt: «Das wichtige und grosse Engagement der reformierten Frauen an der Basis war schon immer sehr präsent. Mittlerweile wird das Wirken der vielen Pfarrerinnen gut wahrgenommen. Ich freue mich, dass im letzten Jahr verschiedene kirchenpolitische Schlüsselstellen an Frauen gingen. Ich habe den Eindruck, dass sich die Sichtbarkeit der Frauen sehr verbessert hat.» (Siehe auch Beitrag Seite 11.)

Frauen in der Bibel und im Dienst der Kirche
Mit ihrem Aufruf unter dem Titel «Gleichberechtigung.Punkt.Amen.» wollen EFS und SKF die Arbeit der Frauen in der Kirche sichtbar machen, zumal bereits in der Bibel einigen Frauen wichtige Funktionen zugedacht worden seien. Über die Internetseite www.efs.ch/helvetia-predigt erfährt man mehr und kann auch noch Gastpredigerinnen buchen.

Drei Predigerinnern, die in den Thurgauer Kirchgemeinden im Gottesdienst am 1. August zum Einsatz kommen, sagen, wie sie Frauenrechte, Nationalfeiertag und Sonntag in ihrer Predigt unter einen Hut bringen.

 

(Ernst Ritzi)



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