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Verlässlich» erreichbar während 24 Stunden?

Müssen Pfarrerinnen und Pfarrer rund um die Uhr erreichbar sein? Was meinen Sie? → Diskutieren Sie am Ende dieses Artikels mit!

Die technischen Möglichkeiten, dass jemand rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr erreichbar ist, haben sich in den letzten Jahren dank Mobilfunktelefonie, E-Mail und der Kommunikation über soziale Medien rasant entwickelt. Mit den Möglichkeiten haben sich auch die Erwartungen zur Reaktionsund Rückmeldezeit drastisch verkürzt. Wer ein E-Mail schreibt, erwartet «subito» eine Antwort – jedenfalls schneller, als wenn er sich per Post mit einem Brief an jemanden wendet.

Was ist mit «verlässlich erreichbar» gemeint?
Wenn die EKD von einer «verlässlichen» Erreichbarkeit der Pfarrerinnen und Pfarrer gesprochen hat, hat sie damit wohl vor allem gemeint, dass für jemanden, der von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin etwas erwartet, mit der Art der Kontaktnahme klar sein sollte, in welcher Zeitspanne mit einer Reaktion zu rechnen ist.

Wie ein Pfarrer seine Erreichbarkeit definiert
Ein Pfarrer in Deutschland hat seine Erreichbarkeit auf der Webseite der Kirchgemeinde so definiert: «Im Grunde rund um die Uhr. Der Pfarrer wohnt im Haus und ist auch ausserhalb der Bürozeiten zu erreichen. Somit sind wir im Grunde rund um die Uhr erreichbar. Natürlich kann man heutzutage auch die technischen Mittel zu Hilfe nehmen: Anrufbeantworter, E-Mail, Handy des Pfarrers, wobei das für mich nur ein «Notfallhandy» ist. Ich möchte kein Pfarrbüro auf Rädern sein. Nicht zu vergessen sei der gute alte Briefkasten, in den Sie auch ausserhalb der Bürozeiten etwas einwerfen können. Ausserdem liegen im Zettelkasten an der Haustür Stift und Papier für kleine Notizen. Bei so viel Angebot verstehe ich nicht, wenn manche Pfarrangehörige immer noch meinen, wie schlecht wir zu erreichen wären.»

Die Redaktion des Kirchenboten hat einen amtierenden und einen ehemaligen Präsidenten einer Kirchenvorsteherschaft gefragt, wie sie sich die Erreichbarkeit von Pfarrerinnen und Pfarrern vorstellen.


(Text: Ernst Ritzi, Bild: fotolia.com)



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