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Was hat Gottvertrauen mit Corona zu tun?

Gottvertrauen in schwierigen Zeiten: Ist es eine Ergänzung zu den umfangreichen Schutzmassnahmen, die unsere Gesellschaft in der Corona-Situation getroffen hat, oder eine Alternative?

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Vom 22. März bis 27. Mai 2020 haben in unserer Thurgauer Landeskirche keine Gottesdienste stattgefunden. Wie alle anderen öffentlichen Veranstaltungen waren sie aufgrund der staatlichen Vorsorgemassnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Corona- Virus untersagt.

Kirche sollte «mehr Gottvertrauen» zeigen
Als im Mai über die Lockerungen der Corona-Massnahmen und die Wiederaufnahme der Gottesdienste an Pfingsten diskutiert wurde, kamen in unserer Kirche Stimmen auf, die forderten, die Kirchen sollten dem Staat gegenüber «entschiedener auftreten». Die immer noch bestehenden Einschränkungen für die Gottesdienste wurden – unter anderem mit Verweis auf die wieder geöffneten Fitness- und Nagelstudios und die Clubs und Bars – als «unverhältnismässig» empfunden. An die Leitung der Thurgauer Landeskirche gelangten auch einzelne Briefe, die den Kirchenrat im Umgang mit der Corona- Situation ermunterten, «mehr Gottvertrauen» zu zeigen und sich mutiger für eine Lockerung der Corona-Schutzbestimmungen einzusetzen.

Gottvertrauen und menschliche Vorsorge
Unser christlicher Glaube lebt vom Vertrauen auf Gott, den Schöpfer und Bewahrer des Lebens und Herrn über Leben und Tod. In Zeiten der Verunsicherung kann das Vertrauen auf Gott an Bedeutung gewinnen. Die Corona-Situation hat das Vertrauen in die Machbarkeit und in die Sicherheit unseres modernen Zusammenlebens erschüttert. Das Vertrauen auf Gott entbindet uns nicht davon, dass wir als Menschen zueinander Sorge tragen. Vorsorge und Gottvertrauen müssen keine Gegensätze sein. Sie stehen aber, wie der Umgang mit der Corona-Situation zeigt, in einem Spannungsverhältnis.

Der Kirchenbote hat zwei Pfarrer gefragt, wie sie das Verhältnis von Gottvertrauen und menschlicher Vorsorge vor dem Hintergrund der Corona-Situation sehen.

 

(Text: Ernst Ritzi, Bild: Alexander Hauk /pixelio.de)



Von Edi erfasst am 13.10 2020 16:52

Was hat Gottvertrauen mit Corona zu tun?

Da steht im Lead zum Artikel: Vorsorge ist nötig. Gottvertrauen ist keine Alternative dazu - eher eine Ergänzung. Einverstanden. Vernünftig. Lebensnah. Dann lese ich den Beitrag von Pfarrer Buchegger dazu und bin erschüttert über seine Allgemeinplätze (Unser Leben ist endlich) und sein Zitaten-Geschwurbel endend auf „Gnade ist besser als Leben“ als Antwort auf die Fragestellung. Der Beitrag von Pfarrer Sachweh rückt dann glücklicherweise die Vernunft wieder ins Zentrum: Vorsicht, Rücksicht, Zuversicht. Sei es darum, dass ich immer noch zuversichtlich bin, dass die Dogmatiker nicht mein christliches Leben bestimmen werden.

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