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Werden Videos unsere Gottesdienste ersetzen?

Die Corona-Situation hat im kirchlichen Leben einen digitalen Schub ausgelöst. Videos mit Gottesdiensten und Kurzpredigten werden bleiben. Wo liegen in Zukunft die Grenzen und Chancen digitaler kirchlicher Botschaften?

Gottesdienste und Kurzpredigten im Video-Format haben den Vorteil, dass sie jederzeit mit einem Klick zur Verfügung stehen. In der Coronazeit waren die Video-Gottesdienste und -Kurzpredigten für viele Kirchgemeinden eine willkommene und beliebte Möglichkeit, den Kontakt zu den treuen Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern zu pflegen. Menschen, für die der Gottesdienstbesuch am Sonntag zur Gewohnheit gehört, haben ihre Gemeindepfarrerin oder ihren Gemeindepfarrer im Video oder Livestream erlebt.

Die Anforderungen sind hoch
Die Coronazeit hat gezeigt, dass die Verbreitung von Gottesdiensten und Kurzpredigten im Video-Format nicht einfach so nebenbei zu bewerkstelligen ist. Das Medium Video stellt qualitative Anforderungen, wenn es für den Zuschauer und Zuschauerin attraktiv sein soll. In den meisten Kirchgemeinden, die in der Coronazeit Livestream-Gottesdienste angeboten haben, sind die Gottesdienste mit der Zeit kürzer geworden – die Predigten und vor allem das Zwischenspiel der Orgel. Die Predigt wurde da und dort ergänzt durch ein Gespräch mit Gästen. Neben den Gottesdiensten wurden neue Formen gepflegt – zum Beispiel geistliche Impulse und Kurzpredigten unter der Woche. Es war eine Freude zu sehen, welche Kreativität sich in den Thurgauer Kirchgemeinden entwickelt hat – dank Corona. Es ist kaum vorstellbar, dass diese kreativen und innovativen Ideen und Gefässe nach Corona alle wieder verschwinden.

Welche Chancen bieten Videos?
Die Redaktion des Kirchenboten wollte von einem videoaffinen Pfarrer und von der Produzentin des Videos «Ein Stück Himmel im Thurgau», das den Abschluss der Jubiläumsaktivitäten «150 Jahre Thurgauer Landeskirchen» bildet, wissen, welche Chancen sie für Videobotschaften in der kirchlichen Verkündigung in Zukunft sehen. Die Beiträge finden Sie weiter unten. Zudem haben Sie die Möglichkeit, über die Kommentar-Funktion selber mitzudiskutieren.


(Text: Ernst Ritzi, Bild: Adobe Stock / dulepinsky)



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