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Wie vertragen sich Mission und interreligiöser Dialog?

Wie geht das, wenn christliche Kirchen ihren Missions- und Evangelisationsauftrag wahrnehmen und gleichzeitig den Dialog und den Austausch mit anderen Religionen pflegen wollen?

Der interreligiöse Arbeitskreis im Kanton Thurgau (www.thurgau-interreligioes. ch) hat sich am 26. Januar 2018 an einem Gespräch in Münsterlingen mit der Frage «Mission oder interreligiöser Dialog?» auseinandergesetzt. Das Ergebnis der Diskussion fasst der Arbeitskreis so zusammen: «Ein tolerantes Missionsverständnis muss nicht notwendig den religiösen Frieden und das Zusammenleben der Religionen in pluralistischen Gesellschaften gefährden. Die Religionsgemeinschaften müssen sich allerdings konsequent darauf verpflichten, ihren Glauben nicht mit Gewalt durchzusetzen.»

Wie sieht «tolerantes» Missionsverständnis aus?
Wie ein solches «tolerantes» Missionsverständnis aussehen könnte, hat der katholische Theologe Matthias Loretan als Vorstandsmitglied des Thurgauer Arbeitskreises in Münsterlingen am Werkstattgespräch vom 26. Januar 2018 so formuliert: «Mission bedeutet, aus sich herauszugehen, indem wir uns und unsere Botschaft dem anderen aussetzen. Das Gegenüber ist keine gottlose ‹tabula rasa›, sondern einer, dessen Heil Gott will wie das unsrige. Gemeinsam gilt es zu entdecken, was Mission für die anderen und mich bedeutet.»

«Inklusive Religionstheorie» in St. Gallen
Pfarrer Heinz Fäh, Mitglied des Kirchenrates der Evangelisch-reformierten Kirche im Kanton St. Gallen, hat die Haltung, mit der die St. Galler Landeskirche sich am interreligiösen Dialog beteiligt, als «inklusive Religionstheorie» beschrieben: «Sie würdigt das Gute, Wahre und Heilvolle anderer religiöser Wege und geht davon aus, dass in ihnen göttliche Offenbarung möglich ist, sieht diese aber im Christusereignis eingeschlossen (inkludiert). Sie vertraut der empfangenen Offenbarung, bleibt aber offen für Erkenntnisse, die aus der Begegnung mit anderen erwachsen können.»

Die Redaktion des Kirchenboten hat eine Pfarrerin und einen Pfarrer gebeten, zu beschreiben, wie sie das Verhältnis von Mission und interreligiösem Dialog sehen.


(27. Oktober 2018, Text: Ernst Ritzi, Bild: fotolia.com)



Von Markus Widounig erfasst am 30.10 2018 15:55

"interreligiös unterwegs"

Liebe KB Redaktion, ja das ist schon sehr kontrovers wenn auf der selben Seite wo "interreligiös unterwegs" auch gleichzeitig von der Reise nach Sabah, wo Christen unterdrückt werden, nicht missionieren dürfen und auch gewisse Arbeitsstellen nicht erhalten auf grund der tatsache das sie Christen sind, berichtet wird. Da kann man sich die frage stellen, ob in Sabah auch hätte interreligiös diskutiert werden sollen? Oder besser noch, ob es für die Gemeinde in Sabah nicht schläuer wäre den Islam anzunehmen, dann dürften sie ja auch wieder Missionieren (demfall für den Koran) und auch die besser bezahlten Jobs wären ja dann wieder möglich. Was bringt denn die Christen dazu an ihrem Glauben festzuhalten und alle wiedrigkeiten zu ertragen? Jesus sagt ; ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als durch mich. Joh. 14.6 Also hat Jesus Christus der ohne Sünde war, durch sein Werk am Kreuz alle Sünde der Menschheit hinweggetan und er ist auferstanden am 3. Tag weil er selbst ist die Auferstehung. Jeder der Umkehrt und Busse tut von seinem falschen Weg und Ihn" Jesus Christus" annimmt als seinen Erlöser, der wird nicht verloren gehen sondern gerettet werden. Wenn das wahr ist, dann haben die Christen in Sabah ja doch einen guten Grund diese wiedrigkeiten zu ertragen. Übrigens hat Jesus zu seinen Jüngern selbst gesagt dass sie verfolgt werden. Dies gilt heute noch oder? Oder nicht? Würdest du dich denn für deinen Glauben an Jesus verfolgen lassen? Wieso tun soviele Christen sich das an? Das ist ganz einfach: Jesus Christus ist der, der er schon immer war, er ist das Wort, er ist der Anfang und das Ende, er bezeugte vor 2000 Jahren schon vor den Pharisäern dass er schon war als Abraham geboren wurde. Er ist der Herr! Also was macht es für einen sinn an Buddah, Allah oder weiss ich was zu Glauben wenn am ende deines Lebens Jesus vor dir steht und er Gericht hält über dein Leben? Du hast die Chance verpasst vergebung deiner Sünden zu erhalten nur weil du nicht eingesehen hast dass du ein Sünder bist , bzw. nicht an den Herrn deinen Gott Christus geglaubt hast? Also wenn du nicht glaubst das Jesus dein erlöser ist, bist du kein Christ, denn wenn du einer bist dann glaubst du auch dass Christus dein Erlöser ist. Das ist die Grundlage also Fundament und weisst auch dass Gott niemals seinen eingeborenen Sohn geopfert hätte für dich, wenn es einen anderen Weg gegeben hätte. Dies ist die Botschaft die Christen im "interreligiösem Dialog" weitergeben sollen, denn dass ist das Evangelium und es rettet heute noch genau gleich wie vor 2000 Jahren :)

Von Daniela Müller erfasst am 04.11 2018 13:07

Was ist die Wahrheit?

So wie Jakob Bösch stelle ich mir auch immer wieder die Frage : welche Religion ist die richtige? Können wir das überhaupt beurteilen? Sind wir als Christen klüger als andere Gläubige anderer Religionen? In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass diverse Anlässe zum Interreligion stattfinden. z.B. organisiert die EVP Thurgau einen Informations- und Workshop zum Thema "Islam- unsere Ängste und Chancen", am 12.11.18 um 19.15 im BBZ Weinfelden. Was bräuchte es um ein friedliches Zusammenleben möglich zu machen? Ein weiterer Anlass findet in Kreuzlingen statt. Am 10. und 11. November findet der runde Tisch der Religionen statt. Ebenfalls ein Möglichkeit sich über andere Religionen informieren zu lassen und sich auszutauschen. Ich denke wir als Christen sollen unsere Erfahrungen und Erlebnisse mit Gott ebenso an anders Gläubige weitergeben und umgekehrt. Wichtig dabei ist gegenseitiger Respekt und Akzeptanz. Ich bin überzeugt dass dann ein friedliches Zusammenleben möglich ist.

Von Ruedi Hayn erfasst am 05.11 2018 09:37

Wie vertragen sich Mission und interreligiöser Dialog?

Sicher haben alle vier Weltreligionen ihren Ursprung den man erkennen und respektieren soll. Bei der farbigen Palette von Religionen in unserem Land, ist ein interreligiöser Dialog sicher positiv zu werten und kann zu mehr Verständnis führen. Gespräche über alle Probleme des Alltages, über unsere Kultur und Demokratie sind angebracht, empfiehlt es sich, unsere christlich-abendländische Kultur nicht all zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Wird uns Christen aber auch ans Herz gelegt, den von Christus gegebenen missionarischen Auftrag des Evangelium, Liebe, Freude und Frieden, nicht vollständig ausser acht zu lassen und im Rahmen eines interreligiösen Dialoges überhaupt nicht zu erwähnen. Sagt doch die gesetzlich festgelegte Religionsfreiheit in unserem Land, dass jede Religionsgemeinschaft ihre Religion frei praktizieren und sich dazu frei äussern darf. Sollten wir Christen gegenüber Menschen anderer Glaubensgemeinschaften den Mut haben zu sagen, dass unsere freiheitlich- demokratische Staatsform wesentlich durch unsere christlichen Grundwerte geprägt wurde, damit würden wir ein gesundes Mass an Selbstbewusstsein zeigen. In unser postmodernen Gesellschaft wird teilweise von Theologen der Absolutheitsanspruch von Christus wie in Joh. 14. 6; „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben ... und weiter: Niemand kommt zu Vater denn durch mich“, als provokativ abgelehnt. Dieser Absolutheitsanspruch von Christus wird auch als Exklusivismus bezeichnet. Der Pluralismus dagegen nimmt an, das alle Religionen gleichwertig bez. gleich wahr sind. Das paradoxe dabei ist, dass der politische Pluralismus in seiner besten Ausgestaltung den Menschen die Religions- und Gewissensfreiheit gebracht hat. Das bedeutet aber nicht, dass wir unsere christliche Überzeugungen wie in Joh. 14.6; durch Christus aufgeben, sondern in den Diskurs des politischen Pluralismus mit einbringen sollen. Der Dialog mit Menschen anderer Religionszugehörigkeit sollte nie zur Aufgabe unserer christlichen Identität führen. Wenn Pfarrer Jakob Bosch meint, dass es nicht „die Wahrheit“, sondern „nur Wahrheit“ heissen müsste, weil ja niemand über „die Wahrheit“ verfügt, muss ich dem entgegen halten, dass Christus sich selbst als Wahrheit bezeichnete (ich bin), und sich nur durch ihn und über sein Wort in der Schrift die eigentliche Wahrheit erkennen lässt.

Von Christa Moos erfasst am 25.11 2018 21:10

Mission und interreligiöser Dialog

Herzlichen Dank, Herr Hayn, für Ihre klaren Worte. Ja, Christus ist die Wahrheit und sein Wort ist wahr und zuverlässig, Psalm 119,160. Paulus sagt: Die Wahrheit in Christus ist in mir (Lu), erfüllt mich (Ngü). Wenn Christus in unserm Herzen wohnt durch den Heiligen Geist, dann dürfen und sollen wir das auch bekennen und bekannt machen, als ein Angebot, das angenommen oder abgelehnt werden kann. Kenntnisse in andern Religionen helfen uns, dies auf angemessenere Art zu tun. Z.B. für Muslime, die keinerlei Gewissheit haben wo sie das ewige Leben verbringen werden, können wir betonen, dass nur das Opfer des sündlosen Gottessohnes uns den Himmel aufschliessen kann. Er allein befreit von der Schuld und der Macht der Sünde, wenn wir sie ihm samt unserm Leben übergeben. Eine wahrhaft "Gute Nachricht !

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