Im Zentrum der Mystik des Johannes vom Kreuz (1542–1591) steht die Erfahrung der unendlichen göttlichen Liebe, die den Menschen dazu befähigt, sich selbstlos Gott und seinen Mitmenschen zuzuwenden. Rückschläge und leidvolle Erfahrungen können dazu beitragen, die menschliche Selbstbezogenheit zu überwinden und eine tiefere Begegnung mit Gott zu ermöglichen. Wir lesen und diskutieren ausgewählte Passagen aus “Die lebendige Liebesflamme”, seiner schönsten und zugleich tiefsten Schrift. In einer Einleitung wird seine Mystik vor dem Hintergrund seiner Biografie und der Spiritualität seines Karmeliterordens erläutert.