Das Collegium Vocale tritt mit Chor- und Orgelwerken von Parry und Bach auf.
Sonntag, 25. Oktober, in der Johanneskirche Zürich West, 17–18.30 Uhr
Samstag, 31. Oktober, in der Leonhardskirche Basel, 19.30–21 Uhr
Sonntag, 1. November, in der Franziskanerkirche Luzern, 18–19.30 Uhr
Sich von einem geliebten Menschen verabschieden zu müssen, gehört wohl zum Schwersten überhaupt. Johann Sebastian Bach schrieb seine berühmten Motetten für Chor als Trauermusiken für verstorbene Familienmitglieder und ihm nahestehende Musiker – Werke des Abschieds, aber auch der Hoffnung auf ein Willkommen in einer anderen Welt. Hubert Parry (1848–1918), einer der einflussreichsten Musikpädagogen Englands und Bach-Biograf, nahm mit seinem wohl bedeutendsten Werk, dem späten Chorzyklus «Songs of Farewell», gleich mehrfach Abschied: Selbst schwer krank, raubte ihm der Erste Weltkrieg einige seiner begabtesten Studenten und störte auch die musikalischen Verbindungen zwischen England und Deutschland nachhaltig. Das Collegium Vocale und der Organist Freddie James stellen Bachs und Parrys Vermächtniswerke einander gegenüber – Musik von Abschied und Willkommen, Vergehen und Erneuern.