Macht und Ohnmacht Gottes – Neuinterpretationen im Judentum und Christentum
Referent: Konrad Schmid, Prof. für Alttestamentliche Wissenschaft und Frühjüdische Religionsgeschichte, Zürich
Gott ist allmächtig und kann alles, nichts ist ihm unmöglich. So wird der jüdische und christliche Gott häufig gesehen, doch die Bibel, sowohl im Alten wie auch in Neuen Testament, kennt auch andere Sichtweisen. Gott kann alle Macht der Welt zugeschrieben werden, er kann aber auch im Stillen wirken und bei den Armen und Ohnmächtigen sein. Das Hiobbuch klagt sogar den Machtmissbrauch Gottes an, während das Neue Testament anfängt, Gottes Macht mit seiner Ohnmacht zusammenzudenken. Wie können diese biblischen Konzepte interpretiert werden, wie sind sie entstanden und was bedeuten sie?