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Kirche

Anfang – Neuanfang

Nach dreijähriger Ausbildungszeit haben am letzten Junisonntag zwölf Frauen und ein Mann während des Gottesdienstes zum Thema «Anfang – Neuanfang» in der evangelischen Kirche in Wattwil ihr Diplom als Fachlehrperson für Religion und ERG-Kirchen erhalten

Es war ein Tag der Freude! Sowohl bei den Diplomandinnen und dem Diplomanden, wie auch bei den Angehörigen und den Lehrpersonen. Der Kreis, der vor drei Jahren im Schloss Wartensee seinen Anfang genommen hatte, schloss sich mit einem fröhlich-besinnlichen Gottesdienst. «Am Anfang war die Sehnsucht. Im Herzen war Raum für Schöneres, Grösseres; für Freundschaft und Liebe», erklärten die Frauen ihre Motivation für die Ausbildung. Sie fügten an, dass der Anfang mit der Suche nach Gott begonnen und mit dem Finden geendet habe. Jeder Neuanfang sei schwer. Habe mit Angst und Unsicherheit zu tun, biete aber auch die Chance zur Weiterentwicklung. Kraft schöpfen würden sie aus positiven Gedanken und aus der von Gott geschaffenen Natur.

Alles ist im Fluss

Pfarrerin Trix Gretler erinnerte daran, dass auf unserer Erde alles in Bewegung sei und in geordneten Rhythmen verlaufe. Darum bedeute neu Wiederholung, auch wenn die subjektive Erfahrung das anders sehe. Neu sei nur, was von Gott geschaffen werde. Den Diplomandinnen und dem Diplomanden wünschte sie für die neue Herausforderung als Religionslehrpersonen gutes Gelingen und Gottes Segen.

Spannend und lehrreich

In alten Schriften sei zu lesen, dass, wer seinen Sohn liebe, diesen züchtigen solle. Das sei längst nicht mehr zeitgemäss. Er bevorzuge das Packen und Fesseln. In Form von packendem und fesselndem Unterricht, nahm Ueli Frei humorvoll Bezug auf die moderne Didaktik. Frei ist Pfarrer in Chur und hat «nur» die pädagogischen Lektionen besucht. Der Unterricht war in einen pädagogischen und einen theologischen Bereich unterteilt. Heidi Heule, Familienfrau aus Diepoldsau, fasste die drei Jahre als spannend, lehrreich und herausfordernd zusammen.

Ein Biber als Kraftquelle

Die Grussworte der Kantonalkirche überbrachte Pfarrerin Barbara Damaschke-Bösch: «Für die Kirche ist es wichtig, dass die Kinder im Bereich Religion und Ethik gut unterrichtet werden.» Zu den von Holger Brenneisen, Institutsleiter RPI-SG, überreichten Diplomen fügte sie je einen Biber hinzu – als Kraftquelle für kreative, von Offenheit und Humor geprägte Unterrichtsstunden. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Jana Rechberger, Panflöte, und Thomas Ulsamer, Piano.

 

Text und Bild: Kathrin Meier-Gross, Journalistin, Niederuzwil, 26. Juni 2017

Die Diplomierten

Ein Diplom erhalten haben: Jacqueline Abegg-Döbele, Flawil; Ueli Frei, Chur; Heidi Heule, Diepoldsau; Tabea Lukas, Rorschacherberg; Carmen Rechberger, Lichtensteig; Lydia Scherrer-Forrer, Ebnat Kappel; Sandra Schwendener, Sevelen; Vreni Sen, Heiden; Ulrike Sidler-Leidig, Walde; Barbara Sonderegger, Grub SG; Heidi Ünes-Turnheer, Wattwil; Tanja Zeller, Abtwil; Beatrice Zweifel, Lichtensteig.