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Kirche

Auszeichnung für Kirche in Bewegung – Zwinglipreis ist ausgeschrieben

Der Schweizerische Protestantische Volksbund schreibt zum dritten Mal den Zwingli aus. Er ist mit 1519 Franken dotiert, die beiden Anerkennungspreise mit je 500 Franken. Die Eingabefrist läuft bis am 31. Juli 2019.

Die Preise werden publizistisch begleitet. Sie werden am Reformationssonntag, 3. November 2019 ab 13.30 Uhr in der Zürcher Wasserkirche verliehen und an diesem festlichen Anlass von Kirchenratspräsident Gottfried Locher gewürdigt. Gastgeber ist Grossmünsterpfarrer Martin Rüsch. Für die Jury hat der SPV die Fachunterstützung von Professor Thomas Schlag, Leiter des Zentrums für Kirchenentwicklung der Universität Zürich gewinnen können.

Besonderer Impuls
Mit dem «Zwinglipreis für kirchliche Innovation» zeichnet der SPV aktuelle Initiativen und Projekte aus, die innerhalb der reformierten Landeskirchen der Deutschschweiz einen besonderen Impuls und Beitrag zur Förderung des christlichen Glaubens und zum Zusammenleben leisten. Mit diesem Preis belebt der SPV den Prozess der inhaltlichen Erneuerung in den reformierten Landeskirchen im Sinne des «Semper reformanda» (immer zu erneuern).

Was ist die Kirche der Zukunft?
Was ist die Kirche der Zukunft: Monument der Andacht, Raum des Gebets, Kirche der Begegnung, Dienstleistungszentrum – oder ist Kirche nicht in der Kirche, sondern an Orten, wo sich Menschen versammeln, um Kirche zu bilden? Kirche ist, wo auch wenige zusammenkommen. Derzeit werden viele Beteiligungsformen erprobt, Glaubensgemeinschaften im Kleinen, Alltagsseelsorge im Quartier, die Kirche der Begegnung – Projekte in dieser ganzen Vielfalt sind zur Eingabe für den Zwinglipreis hoch erwünscht, laufende Projekte ebenso wie ausgearbeitete Projektideen. Nachgefragte Bereiche sind: Gemeindeentwicklung, Gottesdienst und Liturgie, Diakonie und Seelsorge, Beratung, Lehre und Unterricht, Bildung, Kultur, Kunst.

In der Jury sitzen…
Der SPV lädt zu  Projekteingaben bis 31. Juli 2019 ein. Juriert werden die Projekte am 12. September von folgenden SPV-Personen: Richard Kölliker, Pfarrer; Doris Guhl, Bäuerin; Friederike Thalmann, Alphorbläserin;  Werner Bolliger, Aktuar und Lydia Trüb, Germanistin und Autorin. Das Formular für die Projekteingabe sowie weitere Angaben sind aus unterstehendem Flyer oder der Homepage des protestantischen Volksbunds der Schweiz zu entnehmen. 

 

Text und Foto: SPV – Kirchenbote SG, 29. Mai 2019


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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