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Kirche

Neues Pfarrehepaar: Willkommen in Niederurnen

Seit dem 3. November sind Martina und René Hausheer-Kaufmann offiziell die «Neuen» im Pfarramt Niederurnen und treten die Nachfolge von Matthias Peters an, der nach acht Jahren in Niederurnen in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.

«Neu» sind sie aber nur in Niederurnen. Nach Pfarrstellen in Neukirch-Egnach im Kanton Thurgau und in der Teilkirchgemeinde Malters im Kanton Luzern wagen sie nun noch einmal einen Neuanfang im Kanton Glarus.

Schon manche Herausforderung gemeistert

Das habe gerade so gepasst, und sie seien voller Vorfreude auf die neue Herausforderung, sagen sie. Dass sie diese nicht scheuen, verwundert nicht, denn in ihrer beruflichen Vita gab es so manche Herausforderung. So hat Martina Hausheer-Kaufmann unter anderem beim Sozialwerk Sieber gearbeitet und Ehemann René als dortiger Hausvater neben seinem Studium das praktische Arbeiten mit dem wissenschaftlichen Studium vereint.

Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Niederurnen biete ihnen ein Pfarramt, in dem man alles machen und gleichzeitig nah bei den Menschen sein könne, was beiden sehr wichtig ist.

Dem kommt entgegen, dass sie in Nieder- und Oberurnen für zwei Dörfer zuständig sind. In der Kirchgemeinde Malters, einer klassischen Diaspora-Gemeinde, seien es acht Postleitzahlen gewesen, die zu ihrem Einzugsgebiet gehörten. Da sei es doch schön, jetzt alles so vor Ort zu haben.

Einen Schwerpunkt in ihrer Arbeit sehen beide im miteinander Feiern, sei es beim sonntäglichen Gottesdienst oder bei anderen Gelegenheiten, und in der Begleitung der Menschen in speziellen Lebenssituationen. Sie seien sehr neugierig, was hier im Kanton Glarus in der Vergangenheit beim damaligen Prozess Glarner Generationenkirche aufgegleist worden sei und was es mit der gegenwärtigen Entwicklung und dem Reformprozess der Glarner Landeskirche auf sich habe.

Der persönliche Glaube und die eigene Spiritualität spielen dabei immer eine grosse Rolle. Bei Gottesdienstformen der Iona Community oder Gebeten aus Taizé findet sich Martina Hausheer-Kaufmann wieder. Das tägliche Morgengebet ist fester Bestandteil der Glaubenspraxis. Ein besonderes Augenmerk legt René Hausheer-Kaufmann auf die richtige Kommunikation. «Wir müssen kommunikationsfähig werden», so der Pfarrer und dabei schauen, wie Kritiker des Glaubens und der Kirche ihre Argumente hervorbringen. 

Vertraut den neuen Wegen

Aber zunächst müssten sie erst einmal ankommen, längst sind nicht alle Umzugsschachteln ausgepackt, und sie beide müssten erst einmal die Gemeinde kennenlernen. Das Lied «Vertraut den neuen Wegen» möchte sie dabei begleiten.

«Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr euch weist, weil Leben heisst sich regen, weil Leben wandern heisst.» Martina und René Hausheer-Kaufmann haben sich aufgemacht und gehen ihre Wege nun in Niederurnen weiter. Ein neuer Lebensabschnitt, auf den sie gespannt blicken, die Menschen im Blick und mit Gottes Segen unterwegs. «Wer aufbricht, er kann hoffen, in Zeit und Ewigkeit, die Tore stehen offen, das Land ist hell und weit.» So heisst es im Lied, so hoffen die beiden es, und so wünschen wir es ihnen.

Pfarrerin Dagmar Doll