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Gesellschaft

Sich sozial engagieren – Warum nicht ich?

24.01.2020
Etwas Neues wagen? Den Neueinstieg ins Berufsleben ins Auge fassen? Über 900 Personen haben das Seminar für soziales Engagement SSE seit seiner Gründung besucht. Im Frühling kommt es zur Neuauflage in Uznach.

«Veränderung, etwas Neues wagen? Ich will etwas tun, mit anderen Menschen zusammen, aber wie?» Seit 30 Jahren bildet das SSE jährlich Engagierte in ihrer Sozial-Fach- und Handlungskompetenz weiter. An 21 Halbtagen werden Einblicke in mögliche Themen wie Migration, Alter, Krankheit, Armut etc. vermittelt und das Bewusstsein für soziale Anliegen gestärkt. 

Besuch von sozialen Einrichtungen
Das Seminar ermöglicht den Besuch von sozialen Einrichtungen der Region und vertieft das Wissen über die Herausforderungen im eigenen gesellschaftlichen Umfeld. Mehr als 900 Personen haben sich durch das Seminar soziales Engagement mit Neuem auseinandergesetzt, und andere Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg begleitet. Seit 32 Jahren stärkt das Seminar die persönlichen, fachlichen und sozialen Kompetenzen von Menschen, die sich für andere Menschen interessieren. Es vertieft das zwischenmenschliche Verständnis und übt den hilfreichen Umgang mit sozialen Herausforderungen und Nöten. 

Neuorientierung
Es ermöglicht Teilnehmenden mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Wertvorstellungen eine individuelle Standortbestimmung und lädt ein zur Reflexion über die eigenen Ziele, vielleicht gerade für ein soziales Engagement. Immer wieder ermöglicht es eine Neuorientierung, manchmal auch einen Neueinstieg gar ins Berufsleben. Das SSE (Seminar für soziales Engagement) findet jährlich in einer anderen Region im Kanton St. Gallen statt. Ab April ist der Kursort Uznach. 

Neue Seminarleitung
Mit Silvia Hermann leitet ab 2019 eine neue Person das Seminar. Sie führt die Kursgruppe ein und begleitet die Teilnehmenden während des ganzen Kurses. Inhaltlich wird das Seminar durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verschiedener regionaler Fachstellen gestaltet. So sind Einblicke u.a. ins Sozialamt, ins RAV, bei Pro Senectute, bei Pro Infirmis oder bei der Caritas-Beratung möglich. Weitere soziale Institutionen stellen sich vor und es gibt Workshops zu anderen Bereichen wie dem Asylwesen oder der Begleitung in der Palliative Care. Zudem erarbeitet die Gruppe die Themen Kommunikation, Konfliktbewältigung und die eigene Persönlichkeitsbildung.

Das Seminar findet ab dem 21. April jeweils Dienstagvormittags im evangelischen Kirchgemeindehaus Uznach statt. Die Sommerferien sind kursfreie Zeit. Der Kurs wird von beiden Landeskirchen subventioniert. Der verbleibende Kursbeitrag für die Teilnehmenden beträgt Fr. 900.-

 

Text: zvg , Foto: Pixabay – Kirchenbote SG, 24. Januar 2020

Informationsanlass

Ein Informationsanlass zum Seminar soziales Engagement bietet die Gelegenheit, die Seminarleiterin kennenzulernen und die eigenen Erwartungen zu klären. Er findet am Dienstag, 10. März, 8.30 bis 11Uhr im evangelischen Kirchgemeindehaus Uznach statt. Anmeldung und weitere Informationen sind zu finden auf www.caritas-stgallen.ch/SSE oder direkt bei Silvia Hermann, 079 678 97 63 / s.hermann@kompetenzwerkstattgmbh.ch.

Anmeldeschluss für das Seminar ist der 2. April 2020.


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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