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Kirche

Gottesdienste kommen quasi nach Hause

27.03.2020
Weil es derzeit nicht mehr möglich ist, den Gottesdienst mit der Gemeinde zu feiern, übertragen viele St. Galler Kirchgemeinden ihre Gottesdienste online. Zudem überträgt SRF zwei Gottesdienste aus der Kirche St. Gallus in Zürich. Schliesslich gibt es neu auf TVO am Wochenende jeweils zwei «Gedanken zur Zeit».

Für das persönliche Gebet sind die Kirchen noch offen, nicht aber für den Gottesdienst. Darum haben viele Kirchgemeinden rasch reagiert: Einige schicken die Sonntagspredigt per Mail nach Hause, einige haben kurze Liturgien für eine «Feier daheim» entwickelt und rund ein Dutzend Gemeinden feiern online, entweder als Livestream oder als Aufzeichnung auf Youtube. Eine Übersicht über sämtliche Angebote der reformierten Kirchgemeinden im Kanton finden Sie hier.

Angebotausbau beim Schweizer Fernsehen
Neu hat auch das Fernsehen SRF sein Angebot an Gottesdienstübertragungen ausgebaut. An den kommenden Sonntagen vom 29. März und 5. April, jeweils um 10 Uhr, überträgt SRF einen ökumenischen Gottesdienst aus der Kirche St.Gallus in Zürich. Bereits geplant war für Karfreitag, 10. April, 10 Uhr ein Fernsehgottesdienst aus St.Gallen-Bruggen. Dieser findet statt, nur ohne Kirchgängerinnen und Kirchgänger.

Auch TVO weitet Angebot aus
Aus aktuellem Anlass haben das Bistum und die reformierte Kirche des Kantons St. Gallen auch ihr Angebot auf dem Regionalsender TVO erweitert. Neu gibt es an den Wochenenden zwei «Gedanken zur Zeit», eines jeweils am Samstag um 18.50 Uhr und ein weiteres am Sonntag um 18.50 Uhr (stündliche Wiederholungen).

 

Text und Foto: Andreas Ackermann – Kirchenbote SG, 27. März 2020


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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