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Kirche, Gesellschaft

St. Galler Coronabibel – ein Buch soll verbinden

27.03.2020
Mit einer Corona-Bibel wollen die Cityseelsorge der katholischen Kirche und die ref. Kirchgemeinde Straubenzell die Verbundenheit der Menschen im Lebensraum St. Gallen fördern. Gesucht werden 1189 Schreibwillige.

Der direkte Kontakt von Menschen ist aktuell nur sehr eingeschränkt möglich, denn es muss alles unternommen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Daher braucht es Initiativen, die über andere Wege Verbindung schaffen. Die Idee des Straubenzeller Pfarrers Uwe Habenicht ist einfach: Menschen aus der Stadt und der Region St.Gallen schreiben jeweils ein Kapitel aus der Bibel handschriftlich ab.

Man muss nicht gläubig sein
Man muss nicht fromm oder gläubig sein, um einen heiligen Text abzuschreiben. Es braucht nur die Bereitschaft, sich auf das Schreiben und das Geschriebene einzulassen und die dabei aufsteigenden Fragen oder Einsichten zuzulassen. In der St.Galler Corona-Bibel ist Platz für alles, was in den Schreibenden aufsteigt.

Kapitel kann ausgesucht werden
Es werden 1189 Menschen gesucht, die mithelfen, die St. Galler Corona-Bibel mitzuschreiben und so selbst Geschichte zu schreiben. Über ein Doodle kann man sich «sein» Kapitel aussuchen und sichert so zu, dass man bis spätestens Pfingsten «sein» Bibelkapitel abgeschrieben und im Domzentrum abgegeben hat. Man kann sich auch als Pfarrei, Gemeinde, Gruppierung oder Verein bereit erklären, ein ganzes alttestamentliches Buchabzuschreiben.

Erklärungen auf dem Internet
Die Voraussetzungen um an diesem Projekt mitzuarbeiten, sind einfach und werden auf den folgenden beiden Webseiten erklärt

www.straubenzell.ch/coronabibel-2
www.kathsg.ch/coronabibel

So entsteht aus der Verbundenheit der St. Gallerinnen und St. Galler die St.Galler Corona-Bibel. Diese wird in einer festlichen Dankesfeier, zu der nach überstandener Krise öffentlich eingeladen wird, der Stiftsbibliothek übergeben. Dort soll sie als ermutigendes Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit und als Zeitzeugnis aufbewahrt werden. Der Festtermin steht aus bekannten Gründen derzeit noch nicht fest, wird aber frühzeitig veröffentlicht werden.

 

Text: zVg, Foto: pixabay   – Kirchenbote SG, 27. März 2020


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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