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Kirche

Die Passion Christi in Szene gesetzt

27.03.2020
Jugendliche aus Glarus, Ennenda und Riedern haben Anfang März einen Ostergarten mit den wichtigsten Etappen der Leidensgeschichte Jesu gestaltet. Dieser kann in der Stadtkirche Glarus besichtigt werden.

Der Messias am Kreuz, das leere Grab und die Auferstehung sind zentrale Aspekte des christlichen Glaubens und Geschehnisse, welche rund um Ostern gedacht und gefeiert werden. Was hier genau geschehen ist und was dies für uns Christen bedeutet, erklärte an einem Mittwoch im März Pfarrerin Dagmar Doll zehn Jugendlichen aus Glarus, Ennenda und Riedern.

Am letzten Abendmahl teilte Jesus seinen Körper und sein Blut in Form von Brot und Wein unter den Jüngern. Ausserdem erklärte er, dass einer von ihnen ihn an diesem Abend verraten werde. Im Garten Gethsemane tat dies dann Judas mit einem Kuss für zwanzig Silberlinge. Die Verleugnung durch Petrus sowie Pilatus waschend seine Hände in Unschuld gehörten genauso dazu wie dann die Kreuzigung mit Dornenkrone und INRI-Inschrift. Zeichen der Hoffnung für die Christen ist dann das leere Grab und die damit verbundene Auferstehung Christi. Und schliesslich Pfingsten mit dem Auftrag an die Jünger, die frohe Botschaft in die Welt zu tragen.

Ostern ist aber mehr

Bei einer heutigen Feier der Osterzeit gehören aber weitere Symbole und Zutaten dazu. Schnell nannte ein Jugendlicher den Osterhasen, bevorzugt aus Schokolade. Die bunt bemalten Ostereier eine andere. Zeitlich sind die Feiertage auch mit dem beginnenden Frühling verknüpft und haben so auch verschiedene Fruchtbarkeitssymbole aufgenommen.

Zudem bezeichnet Ostern das Ende der Fastenzeit, wo man sich nach vierzig Tagen der Entbehrung wieder etwas gönnen kann, so zum Beispiel Süssigkeiten wie die Schokolade. Der Auftakt dazu war die gerade eben zu Ende gegangene Fasnacht, welche in diesem Jahr wegen des Corona-Virus nicht gleich gefeiert werden konnte wie üblich.

Auf zur Tat

Anschliessend ging es darum, aus all diesen Geschichten und Erzählungen Bilder und Szenen für den Ostergarten zu gestalten. In kleinen Gruppen nahmen sich die Jugendlichen jeweils einer Szene wie der Kreuzigung, dem Abendmahl oder dem leeren Grab an. Aber natürlich dürfen in einem Garten Blumen und Dekoration nicht fehlen.

Mit viel Phantasie und Engagement nahmen sich die Jugendlichen den gestellten Aufgaben an. Das eindrückliche Ergebnis kann bis zum Ende der Osterzeit in der Stadtkirche betrachtet werden und lädt ein, über die Ereignisse vor 2000 Jahren in Jerusalem nachzudenken.

Jürg Huber