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Sondertext

Kirchgemeinden als Vorbild

23.05.2020
Dominik Diezi, Stadtpräsident von Arbon, setzt sich mit grossem Engagement für eine grünere Stadt ein. Vor allem die Biodiversität liegt ihm am Herzen, weshalb der Grüne Güggel nun auch als Vorbild für die gesamte Stadt fungiert.

Herr Diezi, welche politische Bedeutung hat der Grüne Güggel für die Stadt Arbon?
Die evangelische und die katholische Kirchgemeinden sind als gutes Vorbild vorangegangen. Nun hat auch der Kanton nachgezogen und die Initiative «Vorteil naturnah» lanciert, welche sich für mehr Biodiversität im Siedlungsraum einsetzt. Arbon steigt nun in dieses Projekt ein. Bereits vor vier Jahren wurde das Thema Biodiversität im Parlament diskutiert. Daraus ist eine Interpellation entstanden, die eine effizientere und extensivere Bewirtschaftung der Arboner Grünanlagen forderte. Erste Erfolge konnten beispielsweise im Park des Saurerwerk 2 oder beim Webschiff-Kreisel realisiert werden.

Als ehemaliger Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Arbon haben Sie den Grünen Güggel in Arbon lanciert und während vielen Jahren begleitet. Was war Ihre Motivation, das Projekt anzugehen?
Das Thema wurde von der Katholischen Landeskirche Thurgau aufgegriffen, welche extra eine Kommission dafür geschaffen hat. Ich war sofort begeistert von der Idee, denn ich sah ebenfalls grossen Handlungsbedarf, vor allem rund ums Thema Biodiversität. Ausserdem ist es ein passendes Feld für die Kirche, denn sie steht ein für Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht.

Hat sich die Arbeit ausbezahlt?
Der ganze Prozess hat sich sehr gelohnt und ein vollständiges Umdenken zur Folge gehabt. Bei uns war besonders die Umgebung ein wichtiges Thema, denn wir haben viel Land um die Kirche. Darüber hinaus haben wir darauf geachtet, wie Mitarbeiter zur Arbeit kommen, welches Papier, Putzmittel und welche Tischabdeckung wir benutzen und vieles mehr. Der Grüne Güggel hat einen grundlegenden Wandel über alle Bereiche hinweg bewirkt.

Was bedeutet Ihnen das Zertifikat noch heute?
Als Mitglied der Kirchgemeinde bleibe ich auf dem neusten Stand, was den Grünen Güggel anbelangt. Für mich sind Ökologie und die damit verbundene Biodiversität sehr wichtige Themen. Der neue Stadtrat ist grüner als der alte. Neu wird das Thema Umwelt prioritär behandelt, was früher nicht der Fall war.


(Interview: Jana Grütter)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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