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Sondertext

Bewusstsein für die Umwelt wecken

23.05.2020
Robert Schwarzer, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Arbon, sieht viele Vorteile im Zertifikat Grüner Güggel. Neben dem verstärkten Umweltbewusstsein würden gewohnte Handlungen öfter hinterfragt.

Herr Schwarzer, auf welches erreichte Ziel sind Sie am meisten stolz?
Besonders stolz bin ich auf den Bienengarten, wo schon unzählige Insekten ihr Zuhause gefunden haben. Es ist immer wieder schön, das bunte Treiben der Bienen zu beobachten. Auch die Investition der umweltschonenderen Heizungsanlage und der Mistkästen für Mauersegler unter dem Kirchendach haben sich sehr gelohnt.

Welche Hürden mussten Sie während des Zertifizierungsprozesses überwinden?
Wir mussten uns zuerst einig darüber werden, welche Ziele und in welcher Reihenfolge wir diese angehen wollen. Dabei gab es verschiedene Erwartung bezüglich zeitlicher Umsetzung. Es ist uns bis heute ein Anliegen, dass die Umweltaktivitäten in der Bevölkerung noch bekannter gemacht werden. Die Kommunikation muss in dem Aspekt noch ausgebaut werden. Im Mai war eine öffentliche Veranstaltung diesbezüglich geplant, welche aufgrund der derzeitigen Situation nicht stattfinden kann.

Arbon ist bisher die einzige evangelische Kirchgemeinde im Thurgau, die das Umweltzertifikat besitzt. Wäre es nicht schön, wenn andere Kirchgemeinden mitziehen würden?
Es wäre natürlich gut, wenn andere Kirchgemeinden sich ebenfalls dem Projekt annehmen würden. Auftrag ist die Bewahrung der Schöpfung. Es geht darum, das Bewusstsein für die Umwelt zu wecken und die Biodiversität zu fördern.

Seit 2015 hat die Katholische und seit 2017 die Evangelische Kirchgemeinde Arbon das Zertifikat Grüner Güggel. Konnten beim Zertifizierungsprozess Synergien genutzt werden?
Ja, wir haben uns während des Prozesses miteinander ausgetauscht. Auch gibt es eine kantonale Erfahrungsgruppe mit Vertretern verschiedener Kirchgemeinden. Dies war sehr hilfreich. So konnte von der Arbeit anderer profitiert werden und Fehler konnten vermieden werden.

Konnten Sie ein generelles Umdenken feststellen?
Ob und inwiefern in der Bevölkerung ein Umdenken stattgefunden hat, ist schwierig zu beurteilen. Dazu braucht es sicher noch sehr viel mehr Anstrengungen. In der Kirchenvorsteherschaft und bei unseren Mitarbeitenden sind die Anliegen des Grünen Güggels präsent. Wobei wir auch vor dem Start des Projekts schon einiges gemacht haben. Der Grüne Güggel hat für die Thematik aber weiter sensibilisiert. Durch das Zertifikat haben wir noch mehr gelernt, Handlungen zu hinterfragen.


(Interview: Jana Grütter)

 


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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