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Sondertext

«Warum ich Samen für Blumen verschenke»

23.05.2020
Der sozial-diakonische Mitarbeiter Beno Kehl antwortet auf die Frage, wie er den «Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung» unter einen Hut bringt.

«Bebauen und Bewahren sind zwei Stichworte, die ich der Bibel zum Umgang mit der Schöpfung und der uns anvertrauten Erde entnehme. Die Stellung, die wir als Menschen in Natur und Umwelt haben, wird in 1. Mose 2,15 beschrieben: «Und der Herr, Gott, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaute und bewahrte.» Bebauen und Bewahren meint einen Umgang mit den Pflanzen und Tieren in ihrer Vielfalt: Alles soll neben- und miteinander Platz und Lebensraum haben. Der Mensch soll dieses Gleichgewicht wahren. Gleichzeitig sagt uns die Bibel, dass die Schöpfung und diese Erde vergänglich sind und dass Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird. Das darf uns aber nicht dazu führen, diese Schöpfung und diese Erde fahrlässig ins Verderben zu führen. Mit meinen Bienen erlebe ich, dass sie ab Mitte Juni kaum noch Nahrung finden, weil dann die Ökoflächen gemäht sind und es zu wenige naturbelassene Räume gibt. So nutze ich jede Gelegenheit, Samen zu verschenken und alle einzuladen, Blumeninseln mitzugestalten, weil ich daran glaube, dass wir in der Schöpfungsvielfalt einen Vorgeschmack auf den neuen Himmel und die neue Erde haben. Oder was ist ein ehrlicheres Gebet, als die Bedingungen mitzugestalten, dass aus Samen neues buntes Leben entstehen kann.»


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Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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