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Kirche

Coronabibel: Alle 1189 Kapitel werden geschrieben

03.06.2020
Vom Gefängnisinsassen bis zur Grossmutter, vom Senior bis zur Schülerin: Unterschiedliche Menschen und Gruppierungen haben sich gemeldet, um eines oder mehrere der 1189 Bibelkapitel zu schreiben. Die erste Etappe des Projektes «St. Galler Coronabibel – Ein Buch verbindet» sei somit abgeschlossen, melden die Organisatoren.

Zu Beginn des Corona-Lockdowns wollten Pfarrer Uwe Habenicht von der evang.-ref. Kirchgemeinde Straubenzell und die Cityseelsorge der Kath. Kirche im Lebensraum St. Gallen  die Verbundenheit von Menschen untereinander fördern, in dem sie die Corona-Bibel lancierten. «Dies ist in vollem Umfang gelungen», heisst es in einer Medienmitteilung. 

Alle Kapitel sind verteilt
Alle 1189 Kapitel der Bibel sind verteilt worden: unterschiedlichste Menschen und Gruppierungen haben mitgemacht – von Schulklassen über Insassen in Gefängnissen und Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen bis hin zu Gemeinde und vielen Einzelnen. Nun warten die Initianden bis am 10. Juni, ob auch alle verteilten Kapitel geschrieben werden und im Domzentrum ankommen. Dann wird erneut die Möglichkeit bestehen, sich noch einmal zu beteiligen, indem man sich auf den Homepages (www.straubenzell.ch und www.kathsg.ch/coronabibel) darüber informieren kann, welche Kapitel schlussendlichnoch fehlen. Ausserdem hätten viele Freiwillige angeboten, die ankommenden Bibeltexte einzusortieren.

Künstlerische Erweiterung
Die künstlerische Erweiterung ist gemäss Mitteilung ebenfalls sehr weit gediehen: Kunstschaffende aus ganz Europa beteiligten sich daran. Überhaupt sei die St. Galler Corona-Bibel als ein sehr offenes Projekt angelegt, das Kulturen und Sprachen überwinde. Inzwischen ist auch eine Digitalisierung in Planung, denn der Schatz soll allen zugänglich gemacht werden.

Text und Fotos: pd – Kirchenbote SG, 3. Juni 2020

 

Das Fest wird verschoben, aber...

Das Fest zur Veröffentlichung der St. Galler Corona-Bibel muss verschoben werden. Es findet wegen der angeordneten Massnahmen des Bundesrates erst 2021 statt. Bis dahin wollen die St. Gallerinnen und St. Galler nicht untätig herumsitzen. Es wird im digitalen Kaffeehaus «zum Licht» am 11. und 18. Juni, jeweils um 18.30 Uhr, die Möglichkeit geboten, sich mit anderen über die spirituellen Erfahrungen beim Schreiben auszutauschen. Wer ins Kaffeehaus eintreten möchte kann eine Einladung bei Uwe.Habenicht@straubenzell.ch mit dem Betreff Kaffeehausgespräch anfordern. Zudem wird am 24. und 25. Juni ein «Mittelalterliches Skriptorium» in St. Gallen durchgeführt, in dem die frühmittelalterliche Handschrift Unizialis erlernt wird. Am zweiten Abend können Inhaltsverzeichnisse und Deckblätter für die Corona-Bibel geschrieben werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt und schliesst beide Abende ein. Anmeldung:Uwe.Habenicht@straubenzell.ch – Betreff: Skriptorium


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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