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Wirtschaft

«Sapperlot, scho wieder nüüt!»

19.10.2020
Das schnelle Geld, oder doch nicht? – Ein Besuch im Casino St. Gallen.

Zahltag. Die Lohntüte ist voll, der Augenblick für einen Casinobesuch da. Gepflegte Er- scheinung ist gefragt. Auch zwei junge Frauen leisten der Hausordnung Folge. Sie kommen in rotem und schwarzem Kleid. Zwillingen gleich, treten sie sich auf ihren roten und schwarzen Plateauschuhen die Beine in den Bauch und warten geduldig in der Schlange vor dem Eingang. Kontrolle: Pass zeigen, Han- dynummer angeben. Gepflegt, so stellt sich spätestens bei der Wechselstube heraus, wo Bares in Jetons getauscht wird, ist ein dehnbarer Begriff. Schlabber-T-Shirt und lockere Hose mit dem Bund knapp über den Pobacken tun es auch. Die Spielmünzen lassen sich so besser verstauen. Schliesslich erhoffen sich alle den grossen Gewinn.

Die 500-Franken-Marke ist geknackt

Roulette oder Spielautomat? Letzterer ist nicht mehr das, was er einmal war, als beim einarmigen Banditen das Geld rausprasselte (welch lieb- licher Ton!), der grosse Becher hingehalten werden musste, um die Münzen auf- zufangen. Also, Maske montieren, auf zum Roulette!

2019 leisteten die Casinos 356 Millionen Franken an die AHV und die Kantone.

Am Tisch herrscht Gedränge. Eine Gruppe junger Männer schaukelt sich gegenseitig hoch, flucht, lacht. Eine Frau mit asiatischen Gesichtszügen hat den Stuhl herangerückt, klebt an der Spieltischkante. Die Kugel rattert und holpert über das Drehrad. Die rote 21 er- scheint auf der Leuchttafel. «Sapperlot, scho wieder nüüt!» Der Mittvierzigerin rinnen die Jetons durch die Hände, bis sie leer dasteht. Ob sie mit System spielt, wenn es denn ein solches gibt? Das ältere Ehepaar, das unterei- nander italienisch spricht, scheint eines zu haben. Er sackt fortlaufend grössere Jeton-Türme ein, die 500-Franken-Marke ist mehr als erreicht. Dann beenden die beiden abrupt ihr Spiel, gehen zur Wechselstube. Fort sind sie.

4,7 Millionen Eintritte jährlich

Die 21 Schweizer Casinos verzeichneten im vergangenen Jahr 4,7 Mio. Eintritte, erwirt- schafteten einen Bruttospielerertrag von 742 Mio. Franken, wovon knapp die Hälfte an die AHV und die Kantone ging. Die Casinos beschäftigen mehr als 2000 Angestellte. Einige davon müssen nun die Gäste immer wieder darauf aufmerksam machen, die Maske zu tragen, hinter welcher Regungen und Emotionen verborgen bleiben. Die Anspannung steigt, je höher sich die Jetons beim Einsatz auftürmen. Frust entlädt sich mit der niedersausenden Faust auf den Spieltischrand. Denn am Schluss kommt es, wie es kommen muss: Das Casino gewinnt, hundert Franken in Jetons sind weg.

"Mariellas" verführerische Kusshand

Immerhin bleibt noch eine Zehnernote für den Spielautomaten. Dort tummeln sich mehrheitlich Gäste, die anscheinend allein ins Casino gekommen sind. Etwa der Fünfzigjährige in Adidas-Turnschuhen, der stundenlang vor der Blinkkiste sitzt, alle paar Sekunden eine Taste drückt und halbstündlich den Automaten wechselt. Oder die Frau, die ihren Stuhl so positioniert, dass sie an zwei Geräten gleichzeitig spielen kann. Spielautomaten sind opti- sche Reizbomben: Sie blinken und leuchten von oben bis unten. Manche tragen Namen und erstrahlen in individuellem Design: Soll man an der «Sphinx» sein Glück versuchen, mit «Aladin» zocken oder sich auf die Meerjungfrau «Mariella» einlassen? «Mariellas» verführerische Kusshand gibt den Ausschlag: Die Meerjungfrau wird mit der Zehnernote ge- füttert, und los geht’s. Auf dem Bildschirm ra- sen endlose Reihen bunter Symbole: Bananen, Zitronen, Kirschen. Wie funktioniert das Spiel? Keine Ahnung! Also einfach wahllos Knöpfe drücken. Taktik und Geschick spielen nämlich keine Rolle – das Spiel an «Videowalzengeräten», wie die Automaten im Fachjargon genannt werden, ist reine Glückssache. Doch das Glück bleibt aus. Fünf Minuten dauert das Rendez-vous mit «Mariella», dann ist das Geld weg. Wie zuvor die Jetons auf dem Roulette- Tisch. Schnelles Geld? Ja, schnell fort, aber wenigstens auch zugunsten der AHV.

Text: Katharina Meier / Stefan Degen | Foto: Pixabay – Kirchenbote SG, November 2020

Gesperrte Spielsüchtige

Casinos sind verpflichtet, einen Gast zu sperren, wenn sie annehmen müssen, dass er über seinen finanziellen Verhält- nissen spielt. Sie müssen von häufig oder mit hohen Einsätzen spielenden Gästen Lohnausweise und Betreibungs- registerauszüge verlangen. Aktuell sind über 50 000 Spielsperren in Kraft. Schlagzeilen machte kürzlich ein 31-jäh- riger Brite, der laut NZZ am Sonntag in einer einzigen Nacht im Casino Zürich mehr als eine Million Franken verspielte und vom Casino viermal gratis nach Hause gefahren wurde, um Bargeld zu holen. Quelle: switzerlandcasinos.ch


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Von Fredy Rechsteiner erfasst am 29.09 2020 20:41

Vorsicht, Rücksicht und Zuversicht

Frank Sachweg unterstellt den Corona-Massnahmenkritikern, sie seien assoziale, unverschämte Egoisten und kennen weder Vorsicht noch Rücksicht. Dabei erkennt er nicht, das diese Personen gerade aus Nächstenliebe die übertriebenen Massnahmen ablehnen. Niemand hat etwas gegen Händewaschen usw. Dies ist der Blitzableiter, der schon immer angewandt wurde. Einfach und wirkungsvoll. Die neuen Massnahmen, die nun aber die physische und psychische Gesundheit angreifen und die Abwehrkräfte schwächen, werden mehr Opfer fordern als die sogenannte Pandemie selbst. Das Coronavirus wird Opfer fordern wie jede schwere Grippewelle bisher, aber es ist keine alles dahinraffende Seuche. Wer das um jeden Preis verhindern will, nimmt auch in Kauf, dass für seine Sicherheit 100tausende Kinder verhungern, hunderte Millionen Menschen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren oder Tausende in den Suizid getrieben werden. Auch die Folgen von Sauerstoffmangel durch Maskentragen (Förderung von Demenz) oder von gentechnisch hergestellten Impfstoffen werden nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wenn nun auch noch das Argument aufgegriffen wird, man dürfe niemanden gefärden, muss grundsätzlich alles verboten werden. Autofahrer gefärden, Alkohol gefärdet, sogar ein Bienenstich kann das Leben bedrohen. Vorsichtig, rücksichtsvoll und zuversichtlich wollen wir alle sein. Die Frage ist, was ist unsere Motivation? Ist es die Liebe oder die Angst? Die Bibel sagt dazu: Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen. 1.Johannes 4:18

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