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Gesellschaft

«Es gibt auch Fortschritte»

20.10.2020
GLP-Politikerin und Augenärztin Nadine Niederhauser erkennt medizinische und gesellschaftliche Fortschritte im Umgang mit der Pandemie. Etwas vermisst sie aber dennoch.

Sie arbeitet als Augenärztin in Wil und Uzwil, sitzt seit 2016 im St. Galler Stadtparlament und war bis vor Kurzem Präsidentin der GLP des Kantons St. Gallen. Mit ihrer jungen Familie lebt Nadine Niederhauser am Stadtrand. Im Garten scharren Seidenhühner, die Tochter quiekt vor Freude. Für die bald Zweijährige habe sich durch Corona wenig verändert: Die maskierten Eltern lassen sie mehr oder weniger kalt, dass sie die Grosseltern im Frühjahr nicht umarmen durfte, fand sie zwar nicht lustig, hat sie aber irgendwie akzeptiert. Und was ist für die Mutter, Ärztin und Politikerin alles anders geworden?

Die Umarmung fehlt …

Tatsächlich trifft sie in diesen Tagen Corona erstmals persönlich. Personen aus dem engeren Familienkreis befinden sich in Quarantäne, zeigen Symptome. So wird die latente Sorge, die Niederhauser seit sieben Monaten begleitet, konkret. «Man realisiert zum Beispiel, dass auch die eigenen Eltern älter und verletzlicher werden.» Hinzu komme im Falle kranker Eltern die Frage: Wohin mit dem Kind? Als die Grosselternbetreuung während des Lockdowns ausfiel, blieben glücklicherweise die Kitas offen. «Aber mit einem Mal war es nicht mehr selbstverständlich.» Solche kleinen Verschiebungen sehe sie in allen Bereichen. «Das Bewusstsein wird geschärft. Man schätzt, was man hat, und man vermisst, was immer gegeben schien.» Zum Beispiel Umarmungen. «Diese fehlende Nähe – das finde ich schon schwer.» Bei engen Freunden erlaube sie sich darum manchmal eine Ausnahme.

... Händeschütteln nicht

Die derzeit stark ansteigenden Fallzahlen verfolgt die Ärztin gefasst, aber mit Sorge. Jetzt, wo die Grippesaison beginne, müsse massiv mehr getestet werden. Eine grosse Herausforderung für das Gesundheitssystem. Doch auch hier habe Corona Gutes bewirkt. «Aus medizinischer Sicht war konsequente Handhygiene für unsere Gesellschaft längst überfällig. Dass sich unsere Patientinnen und Patienten nun beim Eintreten ganz selbstverständlich die Hände desinfizieren, ist ein echter Fortschritt.» Das Händeschütteln vermisse sie nicht. Gibt es weitere Dinge, die gern so anders bleiben dürfen? «Dass man Ferien in der Schweiz macht, statt irgendwohin zu fliegen.» Womit wir bei der Politik angelangt wären. Ja, zeitweise habe die Krise alle anderen Themen verdrängt, auch die Klimaerwärmung. Aber jetzt tue sich endlich wieder etwas. «Gerade kehrt die Klimabewegung zurück. Und die Bevölkerung der Stadt hat den Nachtrag zu Klimaschutz und Klimawandel angenommen. Ich bin optimistisch.» Auch hier also: kleine Verschiebungen, ein neues
Bewusstsein.

Text: Julia Sutter | Foto: Bilderwerk Uzwil – Kirchenbote SG, November 2020

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Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Von Fredy Rechsteiner erfasst am 29.09 2020 20:41

Vorsicht, Rücksicht und Zuversicht

Frank Sachweg unterstellt den Corona-Massnahmenkritikern, sie seien assoziale, unverschämte Egoisten und kennen weder Vorsicht noch Rücksicht. Dabei erkennt er nicht, das diese Personen gerade aus Nächstenliebe die übertriebenen Massnahmen ablehnen. Niemand hat etwas gegen Händewaschen usw. Dies ist der Blitzableiter, der schon immer angewandt wurde. Einfach und wirkungsvoll. Die neuen Massnahmen, die nun aber die physische und psychische Gesundheit angreifen und die Abwehrkräfte schwächen, werden mehr Opfer fordern als die sogenannte Pandemie selbst. Das Coronavirus wird Opfer fordern wie jede schwere Grippewelle bisher, aber es ist keine alles dahinraffende Seuche. Wer das um jeden Preis verhindern will, nimmt auch in Kauf, dass für seine Sicherheit 100tausende Kinder verhungern, hunderte Millionen Menschen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren oder Tausende in den Suizid getrieben werden. Auch die Folgen von Sauerstoffmangel durch Maskentragen (Förderung von Demenz) oder von gentechnisch hergestellten Impfstoffen werden nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wenn nun auch noch das Argument aufgegriffen wird, man dürfe niemanden gefärden, muss grundsätzlich alles verboten werden. Autofahrer gefärden, Alkohol gefärdet, sogar ein Bienenstich kann das Leben bedrohen. Vorsichtig, rücksichtsvoll und zuversichtlich wollen wir alle sein. Die Frage ist, was ist unsere Motivation? Ist es die Liebe oder die Angst? Die Bibel sagt dazu: Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen. 1.Johannes 4:18

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