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Kirche

«Nun müssen Taten folgen»

27.02.2021
An der Wintersynode stimmten die Synodalen fast einstimmig für den Zukunftsfonds. Laut Kirchenrätin Cornelia Busenhart ist das ein Ja zu mehr Vernetzung und Zusammenarbeit.

«Offenbar ist es uns gelungen, den Zukunftsfonds ins richtige Licht zu rücken », kommentiert Cornelia Busenhart, Kirchenrätin und Verantwortliche des Referats Kirchenentwicklung, die Abstimmung über den Zukunftsfonds an der Wintersynode in der Schaffhauser Zwinglikirche. Von 42 Synodalen – 35 persönlich anwesend und sieben über Internet zugeschaltet – stimmten 41 für den Fonds. Er verfügt über hunderttausend Franken. «Durch den Fonds können wir vernetzte Zusammenarbeit ausprobieren und Erfahrungen sammeln», erläutert Busenhart. Und sie betont: «Noch haben wir das Geld und die Zeit dazu.»

So soll der Zukunftsfonds Projekte finanzieren, die nebst struktureller Veränderung langfristig mithelfen, das Überleben der Kirche zu sichern. Finanzreferent Richard Rickli ergänzt: «In den nächsten Jahren brechen weitere Steuerzahler weg und der Nachwuchs fehlt.» Früher oder später werde deshalb regionale Zusammenarbeit ein Teil der kirchlichen Arbeit sein. «Es ist notwendig, dass wir uns bereits heute in diese Richtung bewegen », so Rickli.

Von Erfahrungen lernen
Cornelia Busenhart sieht in der Annahme des Zukunftsfonds «einen Vertrauensbeweis, dem nun Taten folgen müssen». Diese sollten von zwei Seiten kommen: von den Kirchgemeinden, die ihre Projekte einbringen, welche die regionale Zusammenarbeit fördern, und vom Ressort Kirchenentwicklung, das auf potenzielle Initianten zugeht. Round Tables dienen der Verständigung: «Wir wollen uns mit Fachleuten aus den Bereichen Jugendarbeit und Sozialdiakonie an einen Tisch setzen und gemeinsam Schwerpunkte definieren. Zum Beispiel, wie wir Familien mit Kindern gewinnen können und ob es bereits Projekte gibt, von denen weitere Kirchgemeinden profitieren könnten», so Busenhart. «Es gibt initiative Leute, die bereits Konzepte ausprobiert haben. Wir möchten uns mit ihnen austauschen und von ihren Erfahrungen lernen.»

Konkrete Unterstützung
Gefragt seien auch die Kirchgemeinden: «Wir versuchen mit jeder Kirchgemeinde herauszufinden, wo eine vernetzte Zusammenarbeit hilfreich wäre und welchen Projekten sie sich anschliessen könnte.» Die Gemeinden können jeweils zwei konkrete Unterstützungsangebote prüfen. «Falls eine Gemeinde einen Vorschlag annehmen möchte, werden wir sie unterstützen», sagt die Kirchenrätin. Im Kanton Schaffhausen gibt es Initiativgruppen und Kirchgemeinden, die sich bereits vernetzt und Ideen erarbeitet haben. Sie können ab Sommer 2021 ihre Projekte beim Ressort Kirchenentwicklung einreichen. Das Eingabeprozedere und das Bewilligungsverfahren für die Konzepte liegen dann vor.

Adriana Di Cesare