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Wirtschaft

Grosse Nachfrage an kirchlicher Beratung für Arbeitslose

03.06.2021
René Büchi von der landeskirchlichen Beratungsstelle für Arbeitslose blickt auf ein schwieriges und ereignisreiches Jahr zurück. Die Zahl der Ratsuchenden ist nicht grösser geworden, aber die Anzahl der Beratungsgespräche hat im Jahr 2020 um ein Drittel zugenommen.

René Büchi, Stelleninhaber der landeskirchlichen Beratungsstelle für Arbeitslose blickt auf ein schwieriges und ereignisreiches Jahr zurück: „Die Zahl der Erwerbslosen lag im März 2020 schweizweit, aber auch im Thurgau, sehr tief. Nach Ausbruch der Pandemie schnellten die Zahlen Dank der Möglichkeit von Kurzarbeit zwar nicht derart in die Höhe, wie zu befürchten war, aber das Klima hat sich deutlich verändert.“ Dies hat sich auch auf die Tätigkeit der Beratungsstelle in Weinfelden ausgewirkt.

Durch Lockdown verschärfte Probleme
Die Zahl der Ratsuchenden ist kaum grösser geworden, doch die Anzahl Gespräche hat im vergangenen Jahr zugenommen. So suchten 146 Menschen wegen Erwerbslosigkeit oder Schwierigkeiten im Zusammenhang mit ihrem Arbeitsverhältnis die Beratungsstelle auf. Dies sind nur 5 Ratsuchende mehr als im Vorjahr, doch die Beratungsgespräche haben um ein Drittel von 317 auf 427 zugenommen. Thema war dabei nicht nur die Stellensuche, sondern auch Probleme im privaten Umfeld, die sich wegen des Lockdowns noch verschärft hatten. René Büchi rechnet mit einem für ihn und die Beratungsstelle herausfordernden Jahr 2021.

Diakonischer Dienst am Mitmensch
Die von der Evangelischen Landeskirche getragene Beratungsstelle an der Bahnhofstrasse 5 in Weinfelden begleitet die Hilfesuchenden unabhängig von Herkunft, Konfession und Religion. Sie ist eingebunden in ein Netzwerk von Fachstellen und untersteht der Schweigepflicht. Die kostenlose Beratung schliesst neben der fachlichen Begleitung auch die Möglichkeit der persönlichen Seelsorge ein, sofern Ratsuchende das wünschen. Die kirchliche Beratungsstelle sieht sich dem diakonischen Anliegen -dem Dienst am Mitmenschen- verpflichtet.

 

(Brunhilde Bergmann)


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