News aus dem Thurgau

Die «Hochzeit» nimmt Formen an

von Cyrill Rüegger
min
05.10.2023
Die evangelischen Kirchgemeinden Andwil und Erlen prüfen eine Fusion: Kirchenratspräsidentin Christina Aus der Au zeigt sich beeindruckt vom breiten Engagement.

«In dieser Phase ermutige ich Sie zu träumen», betonte Christina Aus der Au in Richtung der Kirchbürgerinnen und -bürger in Andwil und Erlen. Die Kirchenratspräsidentin der Evangelischen Landeskirche Thurgau war als Gast bei einem Diskussionsanlass über die Fusion dabei. Sie zeigte sich beeindruckt, wie viele Freiwillige sich aktiv beteiligen. Diesen Schwung gelte es zu nutzen, um aus der möglichen «Hochzeit» viel Neues entstehen zu lassen.

Angebote ergänzen sich

Drei Arbeitsgruppen befassten sich aktuell mit der möglichen Fusion, erklärt Monika Lendenmann, Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Andwil. Dabei zeige sich bereits, dass sich die Angebote der Kirchgemeinden in vielen Bereichen gut ergänzen könnten, sagt ihr Erler Kollege Markus Oettli: Während Andwil vor allem auf Gottesdienste mit anschliessendem Kirchenkaffee ausgerichtet sei, biete Erlen darüber hinaus eine breite Angebotspalette von der Jugend- bis zur Seniorenarbeit sowie die nötigen Räumlichkeiten.

Entscheid fällt am 19. März

Am Diskussionsanlass tauchte die Frage auf, ob sich die neue Gemeinde nicht auf eines der beiden Kirchengebäude konzentrieren sollte. Organisationsentwickler Daniel Frischknecht ermutigte, nicht schon im Vorfeld auf etwas zu verzichten. Der definitive Entscheid über die Fusion fällt im Rahmen der Kirchgemeindeversammlungen am 19. März 2024.

Unsere Empfehlungen

Kleines Experiment mit grosser Pointe

Kleines Experiment mit grosser Pointe

Video – Im Ostergottesdienst erzählte Münsterpfarrerin Caroline Schröder Field einen Witz und belebte damit eine mittelalterliche Tradition, die der Basler Reformator Oekolampad einst bekämpft hatte. Vikar Felix Berki hat das Osterlachen als Projekt seines Lernvikariats ins Münster gebracht.
Kirchliche Nachbarschaftshilfe

Kirchliche Nachbarschaftshilfe

Ohne Zuzug aus Deutschland wäre der Pfarrmangel in der Thurgauer Landeskirche schon vor 40 Jahren akut geworden. Und der Trend zu deutschen Pfarrpersonen hält an. Dabei gilt es, die eine oder andere Hürde zu meistern.
Zuhause in der Welt der Zahlen

Zuhause in der Welt der Zahlen

Der 31. März 2026 stellt im Leben von Kathrin Argaud und damit auch in der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau eine Zäsur dar. Nach 15 Jahren übergibt die gebürtige Emmentalerin und seit 1985 im Thurgau lebende Quästorin ihr Amt.