News aus dem Thurgau

Evangelisch im heterogenen Garten

von Susanne Kalberer
min
25.04.2023
«Intensiv, sehr spannend, mit einem fruchtbaren Boden zum Einwurzeln»: So hat Christina Aus der Au ihr erstes Amtsjahr als Kirchenratspräsidentin erlebt.

Zu Beginn des Gespr√§chs sch√§lt Christina Aus der Au eine eingetopfte Pflanze aus dem Zeitungspapier. Es ist weder Rose noch Lilie. Zum Vorschein kommt eine ziegelrote Nelkenwurz. Eine K√ľchen- und Arzneipflanze, in der Wildform eher unscheinbar, aber mit der inneren St√§rke, ganze Fl√§chen einzunehmen.

Die Blume darf Patin sein f√ľr das Bild eines vielf√§ltigen Gartens, mit dem die Theologin und Hochschuldozentin die Evangelische Landeskirche Thurgau gerne vergleicht. Ein Lebensraum, in dem sich die unterschiedlichsten Pflanzen an ihrem Pl√§tzchen entfalten d√ľrften, entsprechend ihren Standortanspr√ľchen. Christina Aus der Au pr√§zisiert: ¬ęDas uns Verbindende heisst, gemeinsam Kirche zu sein und das Evangelium zu leben.¬Ľ

Visionen entwickeln

Ihr gef√§llt die konstruktive und motivierende Zusammenarbeit im Kirchenrat sowie der Austausch mit den unterschiedlichsten Leuten. An den vierzehnt√§glichen Halbtagessitzungen der Exekutive sei es ihr wichtig, neben dem Abarbeiten der Traktanden auch mehr Zeit zu haben, um Strategien zu entwickeln: ¬ęGerade in Zeiten des Mitgliederschwunds brauchen wir neue, umsetzbare Ideen, wie wir die Menschen erreichen k√∂nnen. Zugleich wollen wir bew√§hrte Errungenschaften nicht preisgeben.¬Ľ

Herausfordernd erlebt sie den Umstand, dass die Gesellschaft in den letzten Jahren d√ľnnh√§utiger geworden sei. Dies spiele einer Polarisierung in die H√§nde und f√§rbe auch auf die Landeskirche ab. In diesem anspruchsvollen Umfeld sieht Christina Aus der Au jedoch Chancen f√ľr die Gemeinden: ¬ęLasst uns ein Ort sein, wo Menschen Geborgenheit und heitere Gelassenheit erfahren! Eine Oase, wo wir zu pers√∂nlichen Unzul√§nglichkeiten und Fehlern stehen d√ľrfen, ohne gleich angeprangert zu werden.¬Ľ

Mit ihrem 55-Prozent-Pensum f√ľhrt Christina Aus der Au die Kirchenratskanzlei, steht f√ľr die finanziellen Mittel gerade und vertritt die Evangelische Landeskirche Thurgau gegen√ľber der √Ėffentlichkeit.

Aufgaben anpacken

Konflikte entstehen manchmal auch in Gemeindeleitungen. Um den Kirchenrat von Schlichtungsaufgaben zu entlasten, wurde in einem gemeinsamen Prozess den Dekanen der vier Kirchenbezirke eine verst√§rkte Vermittlungsrolle √ľbertragen. Die Dekane k√∂nnen sich darauf in Weiterbildungen vorbereiten.

Eine weitere Knacknuss der nahen Zukunft wird sein, drohende Personall√ľcken zu schliessen. Deshalb wirbt die Landeskirche k√ľnftig auf folgende Art: Studierende der theologischen Fakult√§ten und des Theologisch Diakonischen Seminar (TDS) in Aarau werden j√§hrlich zu einem Nachtessen mit dem Kirchenrat eingeladen und erhalten Informationen √ľber die hiesige Kirchenlandschaft, sodass sie ein Engagement im Thurgau ernsthaft in Betracht ziehen.

 

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