News aus dem Thurgau

«Everything Hallelujah»

von Hanna Röthlisberger
min
03.06.2026
In der Rubrik «Hanna gefällts!» berichtet Hanna Röthlisberger über einen Hit von Justin Bieber, der derzeit viele junge Menschen in den sozialen Medien inspiriert.

Hier gehts zum Beitrag über den «Hashtag Hopecore»!

Die Popikone der Generation Z, Justin Bieber, hat mit seinem Lied «Everything Hallelujah» einen neuen Trend in den sozialen Medien ausgelöst. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram posten Menschen kurze Videos, in denen sie aufzählen, wofür sie dankbar sind, und setzen hinter jeden Gedanken ein «Hallelujah». Das können ganz einfache Dinge sein, wie Gesundheit, Freundschaft oder kleine Lichtblicke im Alltag.

Justin Bieber hat auf Instagram 293 Millionen Follower, also eine enorme Reichweite. Er ist selbst gläubiger Christ und nimmt den Ausdruck «Hallelujah» wortwörtlich. Denn das Wort stammt aus dem Hebräischen und bedeutet «Lobt den Herrn». In der Bibel ist es ein klarer Ausdruck der Anbetung.

In den sozialen Medien wird der Begriff jedoch oft lockerer und auch mehrfach von Nichtgläubigen verwendet. Viele nutzen «Hallelujah» eher wie ein «Zum Glück ist das so» oder als Ausdruck von positiver Selbstmotivation und Dankbarkeit. Manchmal wird der Trend sogar humorvoll gedreht, indem auch stressige oder chaotische Situationen mit «Hallelujah» kommentiert werden.

Es gibt Christen in den sozialen Medien, die das Ganze kritisch kommentieren. Sie werfen mit ihrer Kritik die Frage auf: «Wird ein religiöser Begriff hier zu leichtfertig gebraucht?»

Auf der einen Seite gehen so die ursprüngliche Tiefe des Begriffs und der Fokus auf Gott oft verloren. Auf der anderen Seite erinnert der Trend viele Menschen daran, bewusst auf das Gute im Leben zu schauen und dankbar zu sein. Vielleicht liegt genau darin eine Chance, dass ein altes, biblisches Wort neu ins Gespräch kommt und Menschen dazu anregt, über dessen eigentliche Bedeutung nachzudenken.

 

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