News aus dem Thurgau

Lange Nacht neu auch im Thurgau

von Claudia Koch
min
28.04.2023
Am Freitag, 2. Juni, findet erstmals im Thurgau die «Lange Nacht der Kirchen» statt. 38 Kirchgemeinden und Pfarreien möchten ihre Kirchen mit attraktiven Angeboten und Aktivitäten bis in die späten Nachtstunden auf eine neue, andere Art erlebbar machen.

2016 fand im Kanton Aargau die erste Schweizer «Lange Nacht der Kirchen» in über 80 Kirchen statt. In den Jahren darauf gesellten sich weitere Kantone dazu. Nach mehreren Absagen wegen der Pandemie nimmt die «Lange Nacht der Kirchen» 2023 wieder Schwung auf: Elf Kantone beteiligen sich dieses Jahr am Freitag, 2. Juni, an der ökumenischen Aktion. Darunter erstmals auch der Kanton Thurgau. Allen gemeinsam ist das Ziel, Tradition und Experiment, Gewohntes und Ungewohntes, in den kirchlichen Räumen erlebbar zu machen.

Für alle etwas dabei

Im Thurgau gibt es 38 Aktionen, die zu je einem Drittel aus einer evangelischen Kirchgemeinde oder katholischen Pfarrei stammen oder in ökumenischer Zusammenarbeit organisiert werden. Die Angebote und Aktivitäten, die meist im Zeitfenster von 18 bis 24 Uhr stattfinden, sind über den ganzen Kanton verteilt und kostenlos. Für Jugendliche empfiehlt sich etwa der interaktive Escape Room in der katholischen Kirche in Hüttwilen. Dieser besteht aus verschiedenen Elementen wie kurzen Theaterinputs, Sinneserfahrungen und Rätselaufgaben.

Wer es gerne musikalisch mag, der kommt beim Angebot in Warth-Weiningen voll auf seine Kosten. Der Abend steht ganz im Zeichen des Musikers und Komponisten Peter Roth aus dem Toggenburg. Auch das Tanzbein kann geschwungen werden, etwa beim Angebot «Musik, Tanz und Schlangenbrot» in Steckborn oder in der evangelischen Kirche in Schlatt, welches sich unter dem Motto «Mensch, lerne tanzen…» vollumfänglich dem Tanzen widmet.

Stille, Meditation und Gebete

Wer lieber innehalten möchte und Zeit zum Auftanken braucht, der findet in den Kirchen und Kapellen verschiedene Angebote für Stille, Meditation und Gebete. Und wer immer schon wissen wollte, wie eine Orgel funktioniert, der kann sich beispielsweise in Frauenfeld von Kantor Christoph Lowis die Metzler- Orgel in der evangelischen Stadtkirche erklären lassen.

Unsere Empfehlungen

Die Vielfalt kann auch schmerzen

Die Vielfalt kann auch schmerzen

Verschiedene Frömmigkeitsstile in der Landeskirche haben zwei Seiten: Sie zeugen von Vielfalt und bergen Konfliktpotenzial. Einer, der dies aufgrund seiner eigenen Biografie weiss, ist Manuel Schmid.
Bibellesen statt Mittagspause

Bibellesen statt Mittagspause

Jeden Montagmittag wird in der Kantonsschule Kreuzlingen Bibel gelesen und gebetet. Der Bibelclub – von Schülern organisiert – soll eine Möglichkeit bieten, sich an der Kantonsschule über den christlichen Glauben auszutauschen.
Abschied wird individuell gestaltet

Abschied wird individuell gestaltet

Die Kultur zum Abschied von verstorbenen Menschen hat sich verändert. Obwohl die meisten Kirchenmitglieder bei ihrem Tod noch eine kirchliche Abdankung wünschen, sind die Trauerfeiern individueller geworden.
«Schaffe in mir, Gott, ein Herz ohne Angst »

«Schaffe in mir, Gott, ein Herz ohne Angst »

Die Theologin, Autorin und Lyrikerin Dorothee Sölle (1923 – 2003) hat die Allmacht der Kirche vom Sockel gehoben, was ihr grosse Kritik einbrachte. Sie trug den Stempel einer linken Feministin und Politikerin. Doch das ist nicht tief genug geschaut. Sie war auch überzeugte Theologin und Dichterin ...