News aus dem Thurgau

ÖRK Vollversammlung: Der Tag der individuellen Besuche

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03.09.2022
Am Samstag hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit die vielfältigen Angebote der Kirchen in Karlsruhe und Umgebung zu besuchen.

W√§hrend sich am Morgen die Z√ľge mit den Delegierten und den ausl√§ndischen Besucher*innen f√ľllten und teils Reisen bis nach Strassburg, Basel oder Meersburg organisiert wurden um dort die unterschiedlichen christlichen Angebote der Kirchen, im Bereich Diakonie, Kultur und Gottesdienste kennen zu lernen, besuchte ich die F√ľhrung beim Garten der Religionen in Karlsruhe.¬†

Neben 26 in der Arbeitsgruppe christlicher Konfessionen zusammengeschlossener Kirchen, allein in dem von 440'000 Menschen bewohnten Landkreis Karlsruhe, gibt es noch mehrere Kirchen und christliche Sondergruppen ohne Bindung zur Arbeitsgruppe. Dazu kommt die un√ľberblickbare Vielfalt der anderen Religionen: Islamische Richtungen, buddhistische Wege, hinduistische Gruppierungen, etc.

Karlsruhe, so bekam ich den Eindruck, ist wirklich eine multireligiöse Grossstadt.

Der Garten der Religionen wurde vor f√ľnf Jahren auf Initiative der Arbeitsgruppe ¬ęGarten der Religionen¬Ľ geschaffen.¬†https://www.gartenderreligionen-karlsruhe.de

Im Rahmen der 300 Jahr Feier der Stadt wurde die Idee umgesetzt, einen Garten, in dem die Religionen zur Sprache kommen, zu bauen. Eigentlich hatte ich erwartet, dass darin unterschiedliche Pflanzen wachsen, die in den heiligen B√ľchern der Religionen erw√§hnt sind. Quasi ein botanischer Garten der Religionen. Es ist aber ein runder Platz in einem Meer von Lavendel, der die Religionen mit den zentralen Aussagen zur Sprache bringt. In grosse Eisenplatten sind Worte und S√§tze hineinges√§gt, die charakteristisch sind f√ľr die Religionen. Da darf z.B. das Unservater-Gebet bei den Christen nicht fehlen.¬†

Der Garten ist ein eindr√ľckliches Zeugnis f√ľr den interreligi√∂sen Dialog. Ob das aber so kopierbar w√§re f√ľr unseren l√§ndlich gepr√§gten Thurgau? Vielleicht in einer Stadt wie Frauenfeld oder Kreuzlingen? Wohl eher aber nicht in einer Landgemeinde wie M√§rstetten, in der doch die religi√∂se Vielfalt √ľberblickbarer scheint.

(Tobias Arni, Pfarrer und Teilnehmer der √ĖRK-Vollversammlung)

Lesen Sie hier den ganzen Blog zur √ĖRK-Vollversammlung.

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