News aus dem Thurgau

«Wirkt sehr befreiend»

von Roman Salzmann
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04.08.2025
Ein «Schul-Segens-Netzwerk» zieht Kreise: Seit vielen Jahren wird im Thurgau zum Schulstart eine Segnungsfeier angeboten für Menschen, die in der Schule Verantwortung tragen. Mirjam Bachofner findet es wichtiger denn je, dass «Christen in allen Bereichen über konfessionelle Grenzen hinaus im Gebet zusammenstehen».

Was als Segnungsfeier für Lehrpersonen und Kindergärtnerinnen begonnen hat, ist mittlerweile ein breit abgestützter landesund freikirchlicher Anlass, an dem sich auch Hauswarte, Schulbusfahrerinnen, Schulleitungspersonen, Behördenmitglieder, Schulsozialarbeitende oder auch die im Hintergrund betenden «Moms in Prayer» (Mütter im Gebet) inspirieren lassen.

Der jährliche Gottesdienst zum Start des Schuljahres findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt und wird jeweils von relevanten Referaten geprägt – wobei auch schon Pfarrpersonen aus der Landeskirche Gedankenanstösse vermittelten. Dieses Jahr konnten Andy und Esther Salathé gewonnen werden, die laut Mirjam Bachofner das Jugendwerk Camp Rock «mit Herzblut führen» und Kindern und Jugendlichen «tolle Ferienangebote ermöglichen, wo sie neben Sport und Spiel auch Gelegenheit haben, Fragen zu Gott, Jesus und dem Heiligen Geist zu stellen und Gemeinschaft zu erleben».

Bachofner wirkt im Vorbereitungsteam mit, das von den überkonfessionellen, an Schulen tätigen Vereinigten Bibelgruppen unterstützt wird. Sie unterrichtet als Primarlehrerin in einem kleinen Pensum an der Primarschule Felben-Wellhausen. Sie stellt fest, dass «man als Lehrperson immer mehr von administrativen Aufgaben absorbiert wird». Auch werde eine Individualisierung des Unterrichts erwartet, was bei normaler Klassengrösse nicht realistisch sei.

In diesem herausfordernden Umfeld werde es geschätzt, mit anderen Personen in Verantwortung über die Gemeindegrenzen hinaus Erfahrungen auszutauschen und «einen persönlichen Zuspruch von Gottes Gegenwart und Begleitung, der stärkt und ermutigt » zu erhalten. Nebst dem allgemeinen Segen am Schluss der Feier könne man auch für sich persönlich beten und sich segnen lassen. Sie erlebe es als «Vorrecht, in herausfordernden Situationen zu beten und mit Gottes Hilfe einen neuen Blick auf die Schülerinnen und Schüler und die Situation zu erhalten». Mehr noch: «Vergebung auszusprechen und zu empfangen und zu wissen, auch Fehler machen zu dürfen, wirkt sehr befreiend.»


Segnungsfeier, Kapellenstrasse 1 (FEG), Sulgen: Freitag, 15. August, 19 Uhr Start mit Apéro, 19.30 Uhr Gottesdienst.

 

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