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«Ziel müssen 100 Prozent sein»

von Esther Simon
min
10.04.2024
Seit kurzem schreibt Georg Stelzner für den Kirchenboten. Der 66-jährige Journalist aus Sulgen ist Fussballfan und leidenschaftlicher Leser lateinamerikanischer Literatur – wenn er überhaupt dazu kommt.

Journalist oder Journalistin bleibt man sein Leben lang. Ein leuchtendes Beispiel ist Georg Stelzner. Auch nach seiner Pensionierung 2022 schreibt er f├╝r verschiedene Publikationen. Als ihn Roman Salzmann f├╝r die Mitarbeit beim Kirchenboten anfragte, z├Âgerte er nicht.

Georg Stelzner, in Niederuzwil geboren und aufgewachsen, studierte an der Universit├Ąt Z├╝rich Allgemeine Geschichte, Volkskunde und Schweizer Geschichte. Abgeschlossen hat er mit dem Lizentiat zum Thema ┬źDie Bilderfrage in der Reformation┬╗. Von 1988 bis 2022 war er Journalist und Redaktor bei Tages- und Wochenzeitungen in der Ostschweiz.

Im Fussballfieber

Obschon Georg Stelzner wegen seines ┬źfehlenden Talents┬╗, wie er sagt, nie ein aktiver Fussballspieler war, ist er ein Fan dieser Sportart. In vielen L├Ąndern hat er einen Lieblingsverein. In der Schweiz sind es die Grasshoppers. Vor zehn Jahren gr├╝ndete Georg Stelzner mit elf Gleichgesinnten den Fanclub ┬źHelvetia 13┬╗. Dieser Fanclub unterst├╝tzt den SV Horn im n├Ârdlichen Nieder├Âsterreich. An diesen SV Horn hat er sein Herz geh├Ąngt: ┬źBei Niederlagen des SV Horn leide ich wie der sprichw├Ârtliche Hund.┬╗

Der Festakt im Mai 2023 zum 100-j├Ąhrigen Bestehen des SV Horn war f├╝r ihn ein grosses pers├Ânliches Highlight. Weitere Leidenschaften von Stelzner sind die Freude am Fotografieren und sein Interesse an lateinamerikanischer Literatur. ┬źIch werde es aber kaum mehr schaffen, alle B├╝cher, die ich mittlerweile erworben habe, zu lesen.┬╗

┬źKein beliebiges Allerweltsblatt┬╗

Georg Stelzner orientiert sich an dem Grundsatz: ┬źWenn Du etwas machst, dann richtig: Ziel m├╝ssen 100 Prozent sein und nicht 99.┬╗ Loyalit├Ąt, Verl├Ąsslichkeit und Ehrlichkeit sind f├╝r ihn sehr wichtig. Das erwartet er im Gegenzug aber auch von den Menschen, mit denen er zu tun hat. Ungerechtigkeiten kann er nicht ertragen.

Stelzner hofft ausserdem, dass es den Kirchenboten in zehn Jahren noch geben wird, und zwar nicht nur digital, sondern auch in gedruckter Form. Die heutigen Schwerpunkte sollten auch k├╝nftig hinreichend journalistisch bearbeitet werden. Der Kirchenbote habe ┬źein klar definiertes Zielpublikum und muss kein beliebiges Allerweltsblatt sein, das allen Leuten gef├Ąllt und allen nach dem Mund redet respektive schreibt┬╗.

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