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Wirtschaft

Der flexible Macher

Tobias Kobelt (36) arbeitete erfolgreich im Bankwesen, war Mitinitiant und Verwaltungsrat eines Brauerei- und Gastronomiebetriebs, baute den ersten Toggenburger Coworking Space (s. Kasten) mit auf, gründete sein eigenes Beratungsunternehmen, engagiert sich in Vereinen und für die Region. Was treibt einen Macher wie ihn an?

Seine Agenda ist eigentlich voll. Doch Tobias Kobelt schaufelt kurzfristig für ein Gespräch gerne eine halbe Stunde frei. «Man muss umpriorisieren können, jeden Tag aufs Neue.» Die Flexibilität beschränkt sich nicht auf seine Terminplanung, sie kennzeichnet Tobias Kobelts Haltung und seinen Arbeitsplatz.

Offenheit des Vaters als Vorbild
Als Vorbild nennt der Betriebsökonom spontan nicht weltbekannte Unternehmergrössen, sondern seinen Vater, einen langjährigen Gemeindepräsidenten. «Wie ich bin, wie ich arbeite, welche Werte ich mit gutem Gewissen vertrete – da prägte er mich stark.» Die vom Vater übernommene Zuverlässigkeit und die Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen, aber ebenso die Verbundenheit zum Toggenburg: Sie standen Pate beim Aufbau des «Macherzentrums». So nennt sich der Coworking Space, den Tobias Kobelt mitinitiierte und als Arbeitsplatz nutzt. 

Voneinander Lernen bei der Arbeit
In der alten Lichtensteiger Post erinnern die Schaltertheken an die Vergangenheit. Gelebt wird aber eine Arbeitsform der Zukunft.

«Am Tagesende mit gutem Gefühl heimkehren – letztlich lebt man für diese Zufriedenheit.»


Tobias Kobelt teilt sich Büro- und Sitzungsräume mit anderen Macherinnen und
Machern: «Es ist zum Teil streng, aber auch sehr spannend, meine eigenen Horizonte
erweitern sich sehr.» Menschlich und punkto Flexibilität lerne er enorm viel im Neben- und Miteinander all dieser unterschiedlichen
Persönlichkeiten und Berufsfelder. Das hier wachsende Netzwerk will nicht nur der
individuellen Vernetzung dienen, sondern auch die Innovation in der Region fördern.

Anerkennung als Ansporn
Tobias Kobelt schlug zugunsten seiner Selbstständigkeit eine Karriere im Bankkader aus. Aber was treibt ihn an, wenn nicht Aufstieg oder Managergehalt? «Wenn du an einer Mehrheit der Arbeitstage mit einem guten Gefühl heimkommen kannst – letztlich lebt man für diese Zufriedenheit.» Etwas erreicht, geschafft zu haben – und Anerkennung von aussen: Ohne die Wertschätzung für die Qualität seiner Arbeit oder den Einsatz für die Region wäre seine Zufriedenheit gefährdet. Seiner privilegierten Situation ist er sich bewusst: «Ich habe Arbeit, die mir Freude macht.» Nicht allen sei es in unserer Gesellschaft möglich, erfüllt beschäftigt zu sein. Andere auferlegten sich beruflich und privat zu viel Optimierungsdruck – auch weil bei uns ein Scheitern leider noch viel zu stark als Versagen gelte und tabuisiert werde. 

Ausgleich durch Abwechslung
Er selbst fühlt sich durch die Vielfalt seiner Projekte ausgeglichen; so bleibe er mental frisch, trotz hohem Arbeitspensum. Ein erfolgreicher Macher ist für Tobias Kobelt eine gute Mischung aus Probieren und Studieren. Er selbst wirke viel lieber im Hier und Jetzt, als weit in die Zukunft zu planen – auch weil sich die Arbeitswelt so schnell und stark verändert. Seine Hoffnung: Auch in 40 Jahren noch mit Freude beschäftigt zu sein – und zufrieden zurückschauen zu können. 

www.macherzentrum.ch

 

Text: Philipp Kamm | Foto: Katharina Meier  – Kirchenbote SG, Mai 2019

 

Was ist Coworking?

 

in grösseren, offenen Räumen (Coworking Spaces) mieten sich Selbständige und Angestellte aus verschiedenen Berufen je nach zeitlichem Bedarf ein; man nutzt gemeinsam die vorhandene Büroinfrastruktur. Durch die räumliche Nähe kann man vom unterschiedlichen Wissen profitieren, sich gemeinsam weiterbilden, womöglich gemeinsame Projekte starten: Das Co-Working ist
eine neue Arbeitsform, die sich seit gut zehn Jahren schnell global verbreitet.


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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