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Ein Garten Eden in Island

Ein Garten Eden in Island

Eine Geschichte über Neuanfang und Heimat.

Alba, eine Sprachwissenschaftlerin aus Reykjavik, hat es satt, von einer Konferenz zur anderen zu fliegen. Sie ist Dozentin für aussterbende Sprachen und sehr gefragt. In einem kleinen Dorf, sehr abgelegen, kauft sie sich ein baufälliges kleines Haus mit Land drum herum. Dort will sie vor allem Bäume anpflanzen.
Ihre Sehnsucht und ihren Entscheid versteht eigentlich niemand, ausser ihr Vater. Der hilft ihr dann auch bei der Auswahl von geeigneten Bäumen, die Wind und Wetter standhalten.

Aber auch die Dorfbewohner beäugen sie etwas misstrauisch und beobachten sie. Immer wenn sie im Dorfladen einkauft, weiss der Inhaber, was sie Neues angepflanzt hat und wer zu ihr auf Besuch gekommen ist. Und sie wird fast unbemerkt integriert, so wird sie im Dorf gefragt, es fehle noch jemand im Chor, im Theaterverein…

Diese Liegenschaft wird für Alba zum Garten Eden und auch ein Zufluchtsort für andere Menschen. So auch für den jugendlichen Flüchtling Danyel, um den sie sich plötzlich kümmern muss.

Das berührende Porträt einer verschlossenen Sprachwissenschaftlerin aus Reykjavik, die ihre akademische Laufbahn an den Nagel hängt und aufs Land zieht. Und von der Dorfgemeinschaft aus der Reserve gelockt, beginnt sie ein neues, ganz anderes Leben.

Ein Buch wie ein sanfter Wind in den Bäumen…

Eden, Audur Ava Olafsdottir
Insel Verlag, 2025

Ein Buchtipp der Buchhandlung Wortreich in Glarus, von Christa Pellicciotta.