Die Apotheke der Hoffnung
Nach einer wahren Begebenheit im Krakauer Ghetto.
Wenn Gott in der Ringbahn sitzt.
Tom Sojer wagt ein ungewöhnliches Experiment: Er holt biblische Begegnungen ins Heute – in Berliner U-Bahnen, Krankenhäuser, ans Zürichseeufer. Ausgangspunkt sind die alten Texte in der Übersetzung von Martin Buber und Franz Rosenzweig, doch Sojer lässt Abraham, Hagar und Hiob in zeitgenössischen Gewändern auftreten.
Das klingt nach frommem Kitsch, ist es aber nicht. Sojer schreibt körperlich, manchmal brutal ehrlich. Seine Figuren werden nicht erleuchtet, sondern zu Boden geworfen. Gott küsst ungefragt, dringt unter die Haut – Begegnung als Zumutung, nicht als Trost.
Die philosophische Frage dahinter ist die von Martin Buber: Was geschieht eigentlich, wenn wir einander wirklich begegnen? Sojer findet dafür eine Sprache, die zwischen Poesie und Realismus changiert. Schulterblätter werden zu Flügeln, das Heilige blitzt im Profanen auf.
Siebzehn Erzählungen, mal knapp, mal ausführlicher, dazu kurze Reflexionen – das Buch liest sich wie ein Kaleidoskop der Verletzlichkeit. Nicht jede Geschichte zündet gleich stark, aber Sojer gelingt etwas Seltenes: Er macht Transzendenz anfassbar, ohne sie zu domestizieren.
Lichtdurchlässig, Tom Sojer
2025, TVZ Verlag
Nach einer wahren Begebenheit im Krakauer Ghetto.
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