News aus dem Thurgau

«Zusammen schaffen wir das»

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28.05.2020
Wegzeichen zur Schöpfung: «Gott, der Herr, setzte den Menschen in den Garten von Eden. Er gab ihm die Aufgabe, den Garten zu bearbeiten und zu schützen.» (1. Mose. 2,15)

Gott hat alles erschaffen. Kreativ und durchdacht bis ins kleinste Detail ist unsere Welt und ich kann nur staunen. Doch halt! Ich, der Mensch habe einen Auftrag erhalten. Bearbeiten und beschützen. Panik breitet sich aus. Wie soll das gehen? Ich kann diese Verantwortung nicht übernehmen. Zu viele Probleme warten. Ich will das Leben geniessen und mich nicht mit dem Elend der Welt befassen. Ich will die Welt bereisen und bestaunen, aber retten dürfen gerne die anderen. Ich schaffe es ja kaum für meine Familie da zu sein. Beim Bearbeiten meines kleinen Gartens kriege ich ja schon die Krise. Ich bin nicht mit einem grünen Daumen gesegnet. Meine Pflanzen schaffen es kaum auf meinen Teller. Ich bin froh gibt es andere, die mir diese Sorge und Pflege abnehmen. Beschützen liegt mir schon mehr, als Diakonin und Kindergärtnerin bin ich gerne da und begleite die Menschen in unserer Gemeinde. Kreativität liegt mir und ich liebe Kinder Das Evangelium weiter tragen ist für mich eine Freude und es bekümmert mich, wenn ich mit meinen Kräften an Grenzen stosse. Wenn Kinder leiden, wenn Kinder verhungern schreit mein Herz und ich fühle mich machtlos. Auch dieser Auftrag des Beschützens ist zu gross. Wo ist Hilfe? 

Stopp! Gott hat alles erschaffen und gibt uns einen Auftrag. Wow, danke! Ich allein schaffe das nicht, aber mit anderen Menschen und Gott zusammen? Gott hat auch uns Menschen erschaffen und hat uns verschiedene Gaben gegeben. Die Augen verschliessen vor dem Klimawandel und der Zerstörung unserer Erde nützt nichts. Nur geniessen und die Arbeit den anderen überlassen ist verantwortungslos. Gott, gib uns ein offenes Herz, die Nöte zu sehen und zu handeln, da wo es in unserer Macht steht. Also machen wir uns auf den Weg mit unseren Gaben. Greta Thunberg mag für viele ein rotes Tuch sein. Mich hat sie motiviert, hinzuschauen, wo ich in der Verantwortung stehe, wo ich etwas bewegen kann. Ein Kind führt mir dies vor Augen! Wow!

Angst vor der Verantwortung lähmt uns. Liebe, Glaube und Hoffnung beflügeln uns. Wir haben nur diese eine Erde und es gilt diese zu bearbeiten und zu schützen. Gott hat sich nicht aus der Verantwortung gestohlen. Er ist da und unterstützt uns. Zusammen schaffen wir das. Zusammen bewegen wir etwas. Zusammen sind wir stark: «Gott, wir nehmen deinen Auftrag an und freuen uns auf diese Aufgabe. Alleine bin ich überfordert, aber mit der Hilfe von anderen macht es Spass, deine Leben spendenden Ideen umzusetzen. Wir werden nicht vollkommen sein, aber wir Christinnen und Christen können etwas beitragen zum Bearbeiten und Beschützen, deshalb: Gott zeige uns unsere Aufgabe und leite uns an. Wir möchten deinen Willen tun.»


(Karin Meyer-Lanker)

 

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