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Kirche

Christen gedenken Verfolgten

In Frauenfeld und Romanshorn findet am 15. Dezember eine Mahnwache für die verfolgten Christen weltweit statt. Kirchenrat Lukas Weinhold begrüsst diese Form der Solidarität.

In der Schweiz gilt das Christentum eher als konservativ. In anderen Teilen der Welt ist der christliche Glaube hingegen ein revolutionärer Akt und kann Menschen das Leben kosten. Vielerorts herrsche Angst vor Diskriminierungen und Übergriffen von Terrorgruppen wie dem «Islamischen Staat» oder Boko Haram, sagt Benjamin Doberstein, Geschäftsführer der überkonfessionellen Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI).

Solidarität ist christlich

CSI organisiert deshalb am 15. Dezember in der ganzen Schweiz eine Mahnwache. Im Thurgau findet diese in Frauenfeld beim Soldatenmerkmal und in Romanshorn an der Ecke Alleestrasse/Rislenstrasse statt. Kirchenrat Lukas Weinhold erklärt, weshalb die Solidarität mit verfolgten Christen auch für die Evangelische Landeskirche Thurgau einen hohen Stellenwert hat: «Es liegt im Wesen des christlichen Glaubens, dass er Völker verbindet und Brücken schafft. Er fördert Frieden. Seit der Urkirche wissen sich Christen mit ihren Glaubensgeschwistern über die Gemeindegrenze hinaus verbunden und üben Solidarität.»

Mahnwache als starkes Zeichen

An der Mahnwache ist die Landeskirche zwar nicht direkt beteiligt. Mit der Kommission «Solidarität mit bedrängten und verfolgten Christen » engagiere sie sich aber in der Thematik, erklärt Weinhold. Die anstehende Mahnwache erachtet er als starkes Zeichen: «Die unaufdringliche Präsenz im öffentlichen Raum lädt zu Stille und Gebet ein und ermöglicht Gespräche mit Passanten.» cyr