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Politik

Ein wichtiger Schritt vorwärts

«Die Eidgenössischen Räte haben die Reform der Altersvorsorge knapp gutgeheissen. Zu Recht hat die rechte Seite für eine dauerhaftere Reform gekämpft. Tatsache ist aber, dass wir dazu an der Urne unsere Meinung sagen können. Wir brauchen nach 20 Jahren Still- oder vielmehr Rückstand endlich eine Reform. Die lineare Erhöhung der neuen AHV-Renten um 70 Franken löst auch bei mir keine Begeisterung aus. Sollen wir wirklich erste und zweite Säule vermischen? Ich habe da meine Zweifel.

Die Reform hat aber auch positive Seiten: Beide Säulen der Altersvorsoge sind von Massnahmen betroffen und werden koordiniert, damit die Erhaltung des Gesamtniveaus der Altersvorsorge erhalten bleibt. Das ist gut. So garantieren nämlich die erste und die zweite Säule zusammen etwa 60 Prozent des letzten Einkommens.
Weiter ist die schrittweise Angleichung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre längst fällig und wird mit dieser Reform erreicht. Es ist auch positiv zu werten, dass die Mehrwertsteuer lediglich um 0,6 Prozent erhöht wird und die selbständig Erwerbenden keine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge zu befürchten haben. In der zweiten Säule wird der Umwandlungssatz von 6,8 auf 6 Prozent herabgesetzt. Das ist
nicht erfreulich, aber wegen der höheren Lebenserwartung und der seit Jahren eher schwachen Renditen dringend nötig. Mein Fazit: Ja zur Rentenreform, denn dies ist ein wichtiger Schritt vorwärts, der dringend nötig ist, damit unsere Altersvorsorge für die nächsten Jahre gesichert ist.»