News aus dem Thurgau

Gute Erfahrungen auf alle übertragen

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21.03.2023
Britta Hartmann antwortet auf die Frage, Flüchtlinge: Wird mit zwei Ellen gemessen?

Vor einem Jahr kamen die ersten Schutzsuchenden aus der Ukraine in der Schweiz an. Dass die Schweizer Bev├Âlkerung die Gefl├╝chteten herzlich empfangen und unterst├╝tzt hat, ist grossartig! Unz├Ąhlige Menschen haben mit grossem Einsatz geholfen. Mit den Erfahrungen der vielen Gefl├╝chteten aufgrund der Balkankriege wurde 1998 der Schutzstatus ┬źS┬╗ geschaffen: Betroffene Menschen sollen rasch eine befristete humanit├Ąre Aufnahme in der Schweiz erhalten. Der Status ┬źS┬╗ musste zum Gl├╝ck bis im Fr├╝hling 2022 nie angewandt werden.

Gefl├╝chtete aus der ├╝brigen Welt durchlaufen ein oft langes Asylverfahren. Empfangszentren und Durchgangsheime sind ihre ersten Wohnorte. Ihr Start in der Schweiz ist oft isoliert von der einheimischen Bev├Âlkerung. Sie realisieren die Unterschiede zwischen Schutzstatus ┬źS┬╗ und ihrem ┬źnormalen┬╗ Gefl├╝chteten- Status. Um Konflikte zu vermeiden, braucht es oft erkl├Ąrende Gespr├Ąche. Nicht nur der im Asylrecht verankerte Schutzstatus ┬źS┬╗, sondern auch die Gesellschaft macht in einzelnen Belangen Unterschiede zwischen den Gefl├╝chteten. Ich teile die Forderung der Schweizerischen Fl├╝chtlingshilfe: Im Sinne der Rechtsgleichheit m├╝ssen die guten Erfahrungen mit dem Schutzstatus ┬źS┬╗ auf alle Gefl├╝chteten ├╝bertragen werden. Im Agathu begr├╝ssen wir alle, die den Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen sch├Ątzen: Gefl├╝chtete, Einheimische, Freiwillige.

 

(Ernst Ritzi)

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