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Kirche

Eine Frage der Organisation

22.11.2018
Müssen Pfarrerinnen und Pfarrer ständig erreichbar sein? Das meint Robert Schwarzer, Präsident der Kirchenvorsteherschaft Arbon.

«Wir gehen in unserer Kirchgemeinde nicht davon aus, dass unsere Pfarrerinnen und Pfarrer 24 Stunden am Tag erreichbar sein müssen. Sie haben ein Recht auf ein Privat- und Familienleben, bei dem sie nicht jederzeit beruflich beansprucht werden können. Gerade auch im Pfarramt ist es nötig, dass es Zeiten der Erholung gibt, in denen unsere Pfarrerin und unsere beiden Pfarrer abschalten und Distanz gewinnen können. Dass eine gute Erreichbarkeit sichergestellt ist, ist eine Frage der Organisation. In unserer Kirchgemeinde ist das einfacher, weil wir drei Pfarrpersonen haben. Wir haben uns so organisiert, dass in jeder Woche jeweils eine Pfarrperson für Abdankungen und dringende Seelsorgefälle zuständig ist. Letzteren nimmt sich zudem auch jene Pfarrperson an, die kontaktiert wurde. Auch während der Amtswoche kann aber nicht eine Präsenz rund um die Uhr erwartet werden. Mitten in der Nacht steht in dringenden Notfällen ja auch noch das Care Team zur Verfügung. Das Amtswochensystem hat sich bewährt. In Zusammenarbeit mit der Stadt haben wir bei Abdankungen auch eine Lösung gefunden, wenn eine Pfarrperson nach den Ferien eine Amtswoche hat. Konkret heisst das, dass Abdankungstermine mit den Angehörigen so abgemacht werden, dass zu Beginn der Amtswoche vor der kirchlichen Abdankung noch genügend Zeit für ein Trauergespräch bleibt. Unsere Organisation der Erreichbarkeit hat sich bewährt. Wäre das nicht so, hätten wir bestimmt entsprechende Rückmeldungen unserer Kirchbürgerinnen und Kirchbürger.»

 

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Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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