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Kirche

Bekenntnis zu besserer Integration

Die evangelische Synode Thurgau hat das Budget 2019 bewilligt, Fachmitarbeitende eingesetzt und die Integration von Kindern und Jugendlichen mit einer Beeinträchtigung in einer Verordnung festgeschrieben.

Zwar wurde der Synode der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau ein Budget mit einem Defizit präsentiert. Aber die Synodalen waren der Überzeugung, dass dies verkraftbar ist. Umso mehr, als der Rückschlag unter anderem auf die Verbesserung des Archivwesens zurückzuführen ist, auf die Besetzung der Integrationsstelle wie auch auf personell erfreuliche Entwicklungen bei der Pfarrausbildung für Quereinsteigende und bei der berufsbegleitenden Diakonieausbildung.

Neuer Arbeitsbereich Integration
Um die Integration von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderungsbedarf zu unterstützen, ergänzte die Synode die Verordnung «Kirche, Kind und Jugend» um den Arbeitsbereich «Integration von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung». Das Konzept verfolgt den Grundsatz, Integration – wo sinnvoll – in der eigenen Wohngemeinde zu ermöglichen. Es gelte, im Gespräch mit Kirchgemeinde und Familie die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten herauszufinden, erklärte Pfarrer Haru Vetsch aus Frauenfeld. Er wird auf 1. Januar 2019 die neue landeskirchliche Integrationsstelle mit einem 15-Prozent-Pensum antreten. Damit will die Kirche sicherstellen, dass Unterricht und kirchliche Handlungen auch bei Schwerstbehinderten zur selbstverständlichen Kinderund Jugendbegleitung gehören.

Diskussion zum 150-Jahr-Jubiläum
Nach eingehender Diskussion bewilligte die Synode eine zusätzliche Einlage von 30'000 Franken für die Feierlichkeiten zum 150-Jahr-Jubiläum der Thurgauer Landeskirchen. Der deutlich unter den Erwartungen liegende Kantonsbeitrag aus dem Lotteriefonds zwingt die beiden Landeskirchen zur Streichung einiger bereits ins Auge gefasster Aktivitäten. Um nicht auf ein klassisches Festkonzert und ein Musical mit Jugendlichen verzichten zu müssen, beantragte der Kirchenrat in Absprache mit dem katholischen Kirchenrat weitere 30‘000 Franken, zusätzlich zu den bereits gesprochenen 150’000 Franken für die Jubiläumsfeierlichkeiten 2019/2020. Verschiedene Voten bewegten sich zwischen Ablehnung, Abspeckung, Erschliessung neuer Geldquellen und Gestaltungsanregungen, bekräftigten aber auch Unterstützung – insbesondere für das Musical. Ein Votant stellte die Grundsatzfrage, ob man angesichts des öffentlich diskutierten sexuellen Missbrauchs und der Vertuschung in der katholischen Kirche überhaupt mit ihr zusammen feiern könne. Mit seinem Antrag, aus diesen Gründen keine gemeinsame Feier mit den Katholiken zu begehen, stand er allein auf weiter Flur.

Feierlich eingesetzt
Kirchenmusiker Jochen Kaiser und Pfarrerin Cathrin Legler-Widmer gestalteten den Synodegottesdienst unter Leitung von Pfarrer Ruedi Bertschi aus Romanshorn mit. Kirchenratspräsident Pfarrer Wilfried Bührer setzte Jochen Kaiser als Fachmitarbeiter für klassische Kirchenmusik und Cathrin Legler-Widmer als Fachmitarbeiterin der Erwachsenenbildungsstätte Tecum für den Bereich «Gottesdienst und Musik» feierlich ins Amt ein.


(17. Dezember 2019, Brunhilde Bergmann)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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