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Politik

Blosses Bibelzitat ist kein Problem

Turi Schallenberg, Thurgauer Grossratspräsident, äussert sich zur Ausweitung der Antirassismus-Strafnorm.

«Ich gehe nicht davon aus, dass jemand wegen des blossen Zitierens einer Bibelstelle aus dem Alten Testament eine Klage fürchten muss. Es fragt sich aber, was mit und aus dem Zitat gemacht wird. Wenn es dazu dient, Schwule und Lesben herabzusetzen und zu beleidigen, dann ist es richtig, dass die Ausweitung der Rassismus-Strafnorm um den Straftatbestand der Diskriminierung der sexuellen Orientierung Einhalt gebietet und deutliche Grenzen setzt. Ich finde es richtig, dass Minderheiten davor geschützt werden, dass gegen sie gehetzt werden kann. Die Ängste, die bei der Einführung der Rassismus- Strafnorm bestanden, haben sich nicht bewahrheitet. Die befürchtete Klageflut ist ausgeblieben. Bis es zu einer Verurteilung kommt, müssen schon schwerwiegende Aussagen vorliegen und auch belegt werden können. Aus meiner Sicht als Politiker ist es richtig, dass bei einem Referendum eine breite öffentliche Diskussion geführt wird. Es ist auch richtig, dass für öffentliche Aussagen von Politikerinnen und Politiker strengere Massstäbe gelten als für Aussagen, die etwa am Stammtisch gemacht werden. Da gehört es zur politischen «Correctness», dass nicht Minderheiten verunglimpft und beleidigt werden. Wer mich kennt, weiss, dass ich nichts dagegen habe, wenn in kernigen Sätzen zu einer Sache geredet wird, aber im Umgang mit Minderheiten will die Sprache wohlüberlegt sein. Jeder von uns gerät in die Situation, dass er zu einer Minderheit gehört und wir wollen alle mit Anstand und Respekt behandelt werden.»


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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