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Kirche

Konzerne, Heeb und Asylwesen im Fokus

23.10.2019
Neben dem Budget 2020 dürften an der Synode vom 25. November 2019 in Weinfelden vor allem die Erneuerungswahl des Kirchenrates für die Amtsdauer 2020 bis 2024 und zwei parlamentarische Vorstösse zum Engagement der Kirche im Asylbereich und zur Konzernverantwortungsinitiative Kovi interessieren.

Bei der Erneuerungswahl des Kirchenrates ist ein Ersatz für Kirchenrat Rolf Bartholdi, Weinfelden, zu wählen. Als Jurist hat er während zwölf Jahren das Ressort Recht und Gesetzgebung betreut. Altershalber verzichtet er auf eine Wiederwahl für die Amtsdauer 2020 bis 2024 und scheidet am 31. Mai 2020 aus dem Kirchenrat aus. An der Wählerversammlung der Synode am 23. Oktober 2019 hat sich der Romanshorner Jurist Hanspeter Heeb als Kandidat für die Nachfolge von Rolf Bartholdi vorgestellt. Heeb ist seit 2006 Präsident der Primarschulgemeinde Romanshorn und seit 2016 Mitglied des Grossen Rates des Kantons Thurgau. Zur Wiederwahl stellen sich die Kirchenratsmitglieder Pfarrer Lukas Weinhold, Wängi, Ruth Pfister, Amriswil, Gerda Schärer, Berlingen und Kirchenratspräsident Pfarrer Wilfried Bührer, Frauenfeld.

Für mehr Verantwortung
In seiner Antwort auf die Interpellation des Synodalen Pfarrer Jakob Bösch, Münchwilen- Eschlikon, zur Konzernverantwortungsinitiative Kovi stützt sich der Kirchenrat auf die Stellungnahme ab, die der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK anfangs September 2019 herausgegeben hat. Der SEK hat sich für die Konzernverantwortungsinitiative ausgesprochen, die Schweizer Unternehmen in ihrer weltweiten wirtschaftlichen Tätigkeit bei der Einhaltung der Grundsätze einer nachhaltigen Entwicklung und der Wahrung der Menschenrechte auf die in der Schweiz geltenden Gesetze verpflichten will.

Für mehr Menschenwürde
Unter dem Titel «Nothilfe und Menschenwürde » stellt der Synodale Hans Peter Niederhäuser, Weinfelden, dem Kirchenrat Fragen zum Engagement der beiden Thurgauer Landeskirchen im Zusammenhang mit dem Asylwesen und der Beteiligung der beiden Landeskirchen in der Peregrina-Stiftung, die für die Betreuung der Asylsuchenden und der anerkannten Flüchtlinge im Kanton Thurgau zuständig ist. In seiner Antwort hält der Kirchenrat fest, dass die beiden Landeskirchen sich im Rahmen der staatlichen Asylgesetzgebung dafür einsetzten, dass die Menschenwürde auch in der Situation geachtet werde, wenn Asylsuchende aufgrund eines abgewiesenen Asylentscheids in ihre Herkunftsländer zurückgeschafft würden. Die Antwort enthält auch eine kritische Würdigung der Struktur der Peregrina-Stiftung und der Rolle der Vertretung der beiden Landeskirchen in Stiftungsrat und Verwaltungskommission. Zu den weiteren Geschäften der Synode vom 25. November 2019 gehören: Der Entscheid über den Verbleib der Thurgauer Kirche im Verein Reformierte Medien (RM); die Neufestlegung des Stellenpensums für die Gefängnisseelsorge und der Beschluss zur Durchführung einer Gesprächssynode am 31. August 2020.


Die Synode vom Montag, 25. November 2019, beginnt mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche Weinfelden. Die Verhandlungen im Rathaus starten um 9.30 Uhr. Sie sind öffentlich.


(4. November 2019, Ernst Ritzi)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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