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Politik

«Aus der Sicht des Evangeliums fürs Land einsetzen»

Pascal Haller engagiert sich in seiner Freizeit in der Politik. Er hat erlebt, wie seine Partei vom Elan junger Leute profitiert und betont: «Auch die Kirche sollte mehr Junge mit ins Boot holen und sich auf Veränderung einlassen.»

Pascal Haller


Alter:
 39
Wohnort: Matzingen
Beruf: Moderator und Hausmann
Kirchliches Engagement: Piano, Verantwortlicher IT in der Evangelischen Kirchgemeinde Matzingen
Mitgliedschaften: Evangelische Volkspartei (EVP)
Hobbys: Musik, Feuerwehr, Webdesign, Gäste bewirten

 

Was gefällt Ihnen am Vereinsleben besonders?
Die wertschätzende Haltung einander gegenüber schätze ich sehr. So haben auch unterschiedliche Positionen in der EVP ihren Platz. Das Evangelium wird gelebt, vor jeder Sitzung oder Versammlung gibt es eine Kurzandacht und wir beten mit- und füreinander. Der Austausch mit unterschiedlichen Menschen aus unserem Kanton und das Miteinander sind bereichernd.

Was könnte man verbessern in Ihrem Verein?
Als Kleinpartei sind wir finanziell nicht auf Rosen gebettet. Der Mut fehlt uns noch etwas, um im Bereich Fundraising Gas zu geben. Auch sehe ich in der Kommunikation Verbesserungspotenzial, besonders in derjenigen über die sozialen Medien.

Welchen Beitrag kann Ihr Verein für die Gesellschaft leisten?
Als EVP politisieren wir in der Mitte und versuchen als Brückenbauer zwischen linkem und rechtem Lager Lösungen aufzuzeigen. Dabei stehen Mensch und Umwelt im Zentrum unseres Handelns. Wir wollen uns aus der Sicht des Evangeliums für unsere Mitmenschen und unser Land einsetzen.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?
Der Glaube heisst für mich, eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu pflegen und ihm in allen Bereichen meines Lebens Raum zu geben. Dabei ist mir die Gemeinschaft mit anderen wichtig. Einander teilhaben lassen an den eigenen Gefühlen und füreinander da zu sein und zu unterstützen, gehören für mich zum gelebten Christsein.

Gibt es etwas, was die Kirche von Ihrem Verein lernen könnte?
Als Kirche sollte es uns in erster Linie nicht um äussere und strukturelle Belange gehen. Vielmehr sollte es uns beschäftigen, wie wir in der heutigen Zeit Menschen mit dem Evangelium erreichen. Vieles hat eine lange Tradition, was oft wenig Spielraum für Neues zulässt. Die Kirche sollte mehr Junge mit ins Boot holen und sich auf Veränderung einlassen. Im Jahr 2018 haben wir die junge EVP im Thurgau gegründet. Die Partei profitiert nun vom Elan und der Power der Jungen.

 

(Interview: Jana Grütter, 24. März 2020)


Von Jürg Hartmann erfasst am 28.11 2019 21:42

Zum Thema "Glaubensvorstellungen"

Fragen an Buddha Fragen an Allah Fragen an Gott Fragen an Manitou Fragen an Mohammed Fragen an das Göttliche im Menschen Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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